Mythos Coco Chanel lebt weiter

40. Todestag der Stil-Ikone

Mythos Coco Chanel lebt weiter

Heute vor 40 Jahren starb eine Legende der Modewelt. Coco Chanel ruft in unseren Köpfen starke Bilder auf: Die Grande Dame der Mode, dunkelhaarig, gertenschlank, gekleidet im eleganten Tweed-Kostüm, überdimensionale Sonnenbrille und Perlenkette dazu.

Coco Chanel war die erste Unternehmerin, die mit Stil, Eleganz und eiserner Disziplin ein Weltimperium schuf. Sie erfand das kleine Schwarze, schnitt alte Zöpfe ab und lebte vor, dass es großen Spaß macht, selbst Geld zu verdienen.

Wer war Coco Chanel?
Coco hieß mit bürgerlichem Namen Gabrielle Bonheur und wurde 1883 im französischen Saumur an der Loire geboren. Sie war die zweite uneheliche Tochter ihrer Eltern, die sich später doch noch das „Ja“-Wort gaben.

Ihr Vater war Hausierer und sie hatte fünf Geschwister. Noch in ihrer Kindheit verstarb ihre Mutter und Coco verbrachte sechs Jahre im Waisenhaus. Dort lernte sie den Beruf der Näherin. Mit 20 arbeitete sie als Angestellte in einem Babyartikelgeschäft und nahm privat Schneideraufträge an.

Sängerin
Chanel hatte eine künstlerische Ader. Sie trat als Sängerin im „Rotond“ in Moulins auf und trug zwei Chansons vor: „Qui qu`a vu Coco?“ und „Ko-Ko-Ri-Ko“. Daher soll auch ihr Name stammen, der um die Welt gehen sollte. Es wird vermutet, dass das Publikum, vor allem Offiziere, sie Coco „tauften“. 1904 führte sie ein Pariser Industriellensohn in die Gesellschaft ein. Die beiden wurden ein Paar.

Start im Hutatelier
Das Imperium nahm in einem kleinen aber feinen Hutatelier seinen Anfang: Mit der Hilfe ihres Partners eröffnete sie es im Jahre 1910. Überhaupt spielten Männer eine wichtige Rolle in Cocos Leben – zumindest in ihrem beruflichen. Denn mit dem Kredit ihres nächsten Geliebten, des britischen Bergwerksbesitzers Arthur Capel eröffnete sie 1911 ihr erstes Modehaus in Paris. Das leutete eine Dynastie ein.

Inbegriff der Eleganz
Coco hatte sich zunächst der Funktionalität verschrieben und entwarf schlichte, leichte Kleider aus Baumwolljersey mit klaren Linien ohne der bisher üblichen Verzierungen. Die amerikanische Vogue war schon vor Anna Wintour mächtig und schuf Stars: 1916 erklärte das Magazin Chanels Mode zum „Inbegriff der Eleganz.“

Coco geht um die Welt
Ihr Unternehmen wuchs beeindruckend schnell: 1936 hatte sie bereits 4.000 Angestellte. Coco war mit prominenten Künstlern und herausragenden Persönlichkeiten wie Pablo Picasso, Jean Cocteau, Romy Schneider und Winston Churchill befreundet. Churchill sollte sie sogar zu Gesprächen mit den Deutschen über ein Kriegsende überreden.

"So stirbt man also"
Chanel behauptete gerne: „Ich habe die Frauen aus dem Korsett befreit“ – in Wirklichkeit war es aber Paul Poiret, der erstmals Mode ohne Korsett schuf. Coco Chanel starb 1971 in ihrer nie aufgegeben Suite im Pariser Hotel Ritz. Die letzten Worte der 87-Jährigen lauteten „So stirbt man also.“

Wie keine andere Modeschöpferin prägte Coco Chanel die Mode des 20. Jahrhunderts und hatte einen erheblichen Anteil an der Entwicklung von Paris als Modezentrum der Welt.

 

Chanels Schaffenswerk für die Modewelt
  • Das kleine Schwarze
  • Das berühmte Chanel-Kostüm aus Tweedstoff
  • Gesteppte Handtaschen mit Schulterkette
  • Hosen für Frauen
  • Strickensembles - die berühmten Twinset
  • Schuhe mit Fersenriemen (Slingpumps)
  • Auffälliger Modeschmuck statt echtem Schmuck

'Die Kunst, Chanel zu sein'
In dem Buch erzählt Coco Chanel ihr Leben und offenbart die persönlichen Erinnerungen der Modeschöpferin, die für ihre Unabhängigkeit einen hohen Preis bezahlte: Sie blieb zeitlebens allein. In frischem Plauderton, mit scharfen Witz und gnadenloser Selbstanalyse erzählt das Buch ihren Weg von der entbehrungsreichen Kindheit bis hin zur Eigentümerin eines Modeimperiums – wobei aufschlussreiche Schilderungen über ihre Freundschaften und Liebesgeschichten in dieser „schillernden Lebensbeichte“ natürlich nicht fehlen. ('Die Kunst, Chanel zu sein - Coco Chanel erzählt ihr Leben', Schirmer/Model Verlag, HIER können Sie das Buch bestellen!)

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