Welt-Tuberkulose-Tag: Rund 1,8 Millionen Tote 2008

Rund 9,8 Millionen Neuerkrankungen und 1,8 Millionen Tote weltweit im Jahr 2008: Die Zahl der Tuberkulose (TB)-Erkrankungen ist in Europa zwar leicht rückläufig, international wurde aber nur wenig Fortschritt in der Bekämpfung dieser Infektionskrankheit erzielt, hieß es von nationalen und internationalen Experten anlässlich des heutigen Welt-Tuberkulose-Tages (24. März).

Auch in Europa sind die Raten der tatsächlich ausgeheilten TB-Erkrankungen sinkend. Verantwortlich dafür dürften vor allem resistente Erreger sein, die sich in manchen Regionen zunehmend ausbreiten.

2008 wurden in der Europa-Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 461.645 TB-Erkrankungen registriert - das sind rund sechs Prozent aller Fälle weltweit. Durch multiresistente Erreger wurden 2008 rund 440.000 Erkrankungen hervorgerufen; etwa 150.000 Menschen erlagen der schwer behandelbaren Variante. In Österreich entstanden 1,6 bis 2,5 Prozent aller Neuerkrankungen der Jahre 2005 bis 2009 durch multiresistente Erreger.

Generell gab es hierzulande laut Gesundheitsministerium im Vorjahr 733 TB-Neuerkrankungen, davon bei 241 Personen ausländischer Herkunft. 2008 waren es 817 Neuerkrankungen, davon 293 Betroffene ausländischer Herkunft. Damals starben 99 Menschen mit TB in Österreich, im Vorjahr 56.