Steiermark bekommt zwei neue Gesundheitszentren

Bisher müssen sich Patienten an viele verschiedene Stellen wenden, wenn sie medizinische, pflegerische und soziale Fragen haben und beispielsweise Angebote für mobile Betreuung, Patienten- oder Angehörigenschulungen suchen: "Gerade für ältere Bürgerinnen und Bürger ist das oft unzumutbar", schilderte Vollath. Die Gesundheitszentren sollen in Zukunft entsprechende Informationen bündeln und als Drehscheibe für alle Fragen zum Gesundheitsangebot einer Region bis hin zur Antragstellung sein, so die Landesrätin. Sie betonte, dass es in den geplanten Zentren "keine zusätzlichen medizinischen Leistungen" geben werde: "Es geht darum, die Teilnehmer zu vernetzen und das vorhandene Angebot optimal zu nutzen."

Im Sommer vergangenen Jahres wurden mit Mürzzuschlag und Bad Aussee per einstimmigen Landtagsbeschluss vorerst zwei Pilotregionen für Gesundheitszentren ausgewählt. Geplant ist das Projekt in vier Stufen: In den ersten beiden - auf zwei Jahre anberaumten - Schritten soll die Informations- und Koordinationsfunktion des Gesundheitszentren etabliert werden. In den beiden Referenzkrankenhäusern sollen die Projekte noch heuer starten. Geschulte Mitarbeiter - man denkt an drei pro Standort - werden sich telefonisch und persönlich um Anfragen der Patienten kümmern. Zudem sollen noch in diesem Jahr über das "Gesundheitsportal" des Landes das Angebot der jeweiligen Region abrufbar sein.

In Stufe drei soll das Ressourcenmanagement des steirischen Gesundheitssystems durch eine gemeinsame Nutzung der vorhandenen Infrastruktur des niedergelassenen Bereichs und der Krankenhäuser verbessert werden, erklärte Vollath. In der abschließenden Phase sollen neue Organisationsstrukturen geschaffen werden, die zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Spitälern führen sollen.

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