Stada verdiente wieder mehr

Die Geschäfte beim deutschen Arzneimittelhersteller Stada laufen wieder etwas besser. Im dritten Quartal legten der Umsatz - auf bereinigter Basis - und der Gewinn zu, nachdem es im vorangegangenen Vierteljahr noch Rückgänge gegeben hatte. Vor allem in Russland, dem nach Deutschland zweitgrößten Markt des Unternehmens, sowie im ebenfalls wichtigen serbischen Markt holte Stada wieder auf.

An der Börse konnte Stada damit punkten. Analysten verwiesen insbesondere auf das Sparprogramm der Firma, das gute Fortschritte mache. Die Stada-Aktie legte 2,5 Prozent zu.

Das auf Nachahmerpräparate spezialisierte Unternehmen steigerte im dritten Quartal seinen operativen Gewinn auf Jahressicht um acht Prozent auf 43,7 Mio. Euro. Der Konzernüberschuss sei um 40 Prozent auf 23,2 Mio. Euro geklettert. Hier schlugen auch die Kostensenkungen zu Buche, die nach früheren Angaben insgesamt Ergebnisbeiträge im zweistelligen Millionenbereich liefern sollen. Der Quartalsumsatz belief sich auf 383,3 Mio. Euro um. Das sind zwar sechs Prozent weniger als vor Jahresfrist, aber bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie um Währungseffekte ergab sich ein Plus von vier Prozent.

Für das Gesamtjahr bekräftigte das Management um Konzernchef Hartmut Retzlaff das Mindestziel eines bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 250 (Vorjahr: 294) Mio. Euro. Beim Ergebnis werde aber wohl ebenso wie beim Umsatz trotz des erwarteten Erlösanstiegs im Schlussquartals das Vorjahresniveau nicht mehr erreicht.

Das in Bad Vilbel bei Frankfurt ansässige Unternehmen ist Deutschlands drittgrößter Hersteller von Nachahmerarzneien nach der zum Novartis-Konzern gehörenden Hexal und der Ulmer Ratiopharm.