Mit "Tamiflu"-Verkäufen im Glück

Roche erhöht nach Umsatzplus Ausblick für 2009

Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche hat seine Umsatzprognose leicht angehoben. Die Basler erwarten nach eigenen Angaben im Pharmageschäft nun zumindest ein hohes einstelliges Verkaufswachstum und rechnen mit deutlich mehr Einnahmen aus dem Verkauf des Grippemedikaments Tamiflu als bisher.

Die von der Angst vor einer Schweinegrippe-Pandemie getriebenen Tamiflu-Verkäufe veranschlagt Roche nun mit rund 2,7 Mrd. Franken (1,78 Mrd. Euro) statt der bisher erwarteten zwei Mrd. Franken. Beide Divisionen sollen deutlich stärker als der Markt wachsen.

Im dritten Quartal 2009 stieg der Konzernumsatz im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um zehn Prozent auf 12,39 Mrd. Franken und damit leicht stärker als von Analysten erwartet. In der Pharmasparte zogen die Erlöse dank Tamiflu und der anhaltend guten Nachfrage nach Krebsmedikamenten wie Mabthera oder Avastin um elf Prozent auf 9,93 Mrd. Franken an. Nach Roche-Angaben wuchs das Pharmageschäft doppelt so stark wie der Weltmarkt.

Roche bekräftigte seine Gewinnprognose. Der Kerngewinn je Genussschein und Inhaberaktie soll dieses Jahr und 2010 zweistellig wachsen. Der Konzern will die Schulden bei unveränderter Dividendenpolitik abbauen und 2015 wieder über ein Nettobarvermögen verfügen. Roche hatte im März die noch nicht in seinem Besitz befindlichen Anteile des US-Biotechnologiekonzerns Genentech nach einer monatelangen Übernahmeschlacht für 46,8 Mrd. Dollar (31,4 Mrd. Euro) übernommen.

Analysten hatten im Schnitt mit 12,18 Mrd. Franken Quartalsumsatz im Konzern und 9,72 Mrd. Franken in der Pharmasparte gerechnet.