Planbarkeit von Arbeit und Freizeit gefordert

Privatspitäler: KV-Verhandlungen stocken

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 15.000 Beschäftigten in den Privatkrankenanstalten und den Krankenanstalten konfessioneller Einrichtungen sind ins Stocken geraten. Nach drei Runden seien die Verhandlungen am 22. Dezember ohne Einigung unterbrochen worden, teilte die Gewerkschaft vida mit. Sollte die Verhandlungsrunde am 14. Jänner 2010 kein positives Ergebnis bringen, wollen die Betriebsräte über "weitergehende" Maßnahmen beraten.

"Die Dienstgeber sind zu keiner fairen Lohn- und Gehaltserhöhung bereit", begründet Willibald Steinkellner, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft vida, die Unterbrechung.

Das Angebot der Arbeitgeber liegt laut vida derzeit bei einer Erhöhung von 0,9 Prozent auf der Stufe 5 des Verwendungsschemas für alle Beschäftigten. Für das diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonal hieße das eine Erhöhung von "mageren" 16,34 Euro für alle Verwendungsstufen.

Neben der Entlohnung schalten die Arbeitgeber auch bei anderen wichtigen Punkten auf stur, so die Gewerkschaft, zum Beispiel bei der von den Arbeitnehmervertretern vorgebrachten Forderung nach einer Einhaltung der Dienstpläne. Die Gewerkschaft fordert bei den KV-Verhandlungen eine Art Schadenersatz für den Fall, dass Dienstpläne nicht eingehalten werden. "Gerade die Arbeitgeber im Gesundheitsbereich müssen mehr auf die Gesundheit ihrer Beschäftigten achten. Und dazu gehört auch, dass es eine Planbarkeit von Arbeit und Freizeit gibt", fordert Steinkellner.