Pfizer will nach 2010 Generika in Japan verkaufen

Der weltgrößte Arzneimittelhersteller Pfizer will in Japan nach 2010 in das Geschäft mit Nachahmermedikamenten einsteigen. Mit dem Schritt folgt der Konzern einer Strategie, sich angesichts drohender Patentabläufe von Originalpräparaten künftig noch breiter aufzustellen. "Wir werden im nächsten Jahr unsere Pläne, Generika zu verkaufen, detaillieren, das schließt auch ein, wann und wie viele Produkte verkauft werden", sagte der Japan-Direktor von Pfizer, Hiroshi Matsumori, in Tokio.

In Japan sind Generika auf dem Vormarsch, denn auch das Gesundheitssystem in dem asiatischen Land kämpft mit steigenden Kosten. Mit dem Eintritt von Pfizer würde japanischen Branchengrößen wie Sawai Pharmaceutical oder Towa Pharmaceutical ein neuer Konkurrent erwachsen. Der Markt für Generika in Japan dürfte Experten zufolge im laufenden Fiskaljahr (bis März 2010) eine Größe von etwa 515 Mrd. Yen (3,97 Mrd. Euro) erreichen und in drei Jahren auf etwa 705 Mrd. Yen anwachsen.

Auch andere internationale Arzneimittelhersteller haben den japanischen Generikamarkt inzwischen ins Visier genommen. So hat der weltgrößte Generikahersteller Teva aus Israel angekündigt, über ein Gemeinschaftsunternehmen Generika in Japan zu verkaufen. Bis 2015 soll ein Marktanteil von zehn Prozent erreicht werden.