Hoffen auf Gleichbehandlung mitr öffentlich-rechtlichen Spitälern

Ordensspitälern fürchten Engpässe bei Finanzierung

Österreichs Ordensspitäler fürchten Engpässe bei der Finanzierung. Da die Ordensgemeinschaften im Laufe der Jahrzehnte immer kleiner geworden sind und die Finanzierungskraft durch die Leistungen der Brüder und Schwestern immer geringer wird, führe dies zu einer Substanzaushöhlung, beklagte Pater Leonhard Gregotsch, Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler, bei einer Pressekonferenz. "Die Finanzierung sinnvoller Investitionen wird daher immer schwieriger."

"Von 1999 bis 2008 haben die Ordensspitäler mehr als eine Milliarde Euro in ihre Häuser investiert. Davon mussten sie aber rund 150 Millionen Euro aus der eigenen Tasche aufbringen", so Pater Gregotsch. "Dies kann auf Dauer nicht durchgehalten werden, da die Orden auf ihre Reserven und andere Einnahmen zurückgreifen müssen. Sie erhalten auch keinen Cent aus den Kirchenbeiträgen."

Gregotsch hofft zudem, dass spätestens mit der nächsten Vereinbarung zwischen Bund und Ländern die langjährige Bitte der Ordensspitäler um Gleichbehandlung der Leistungen mit jenen der öffentlich-rechtlichen Spitäler "erhört" werde. "Denn langfristig geht es um den Bestand eines wesentlichen, sehr effizienten Teils des österreichischen Gesundheitswesens."