Bestellung unter Rauch-Kallat war höchst umstritten

Österreich schickt Grippemasken in die Ukraine

Die österreichischen Grippemasken finden doch noch ihrer Verwendung. Die Regierung beschließt im heutigen Ministerrat, dass fast eine halbe Millionen dieser Masken der Ukraine gratis zur Verfügung gestellt wird. Hinzukommen noch 3.000 Flaschen Desinfektionsmittel sowie 150.000 Paar Schutzhandschuhe.

Die Bestellung der Schutzmasken unter der früheren Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) war höchst umstritten gewesen. Insgesamt wurden rund acht Millionen gekauft. Die meisten von ihnen wurden mittlerweile an die Länder verteilt. Exakt 464.640 Masken werden nun kostenfrei in die Ukraine transportiert, wo es besonders viele Fälle der Schweinegrippe gibt, um die dortige Staatsführung um internationale Hilfe ersucht hat. Der Gegenwert der Schutzmasken beläuft sich auf rund 200.000 Euro. Die Desinfektionsstoffe würden im Normalfall 11.000 Euro kosten.

Gesundheitsminister Alois Stöger (S) wandte sich am Dienstag vor dem Ministerrat trotz des ersten Schweinegrippetodesfalls in einem österreichischen Spital gegen Panik. Österreich sei sehr gut vorbereitet. Er ersuche die Tätigen in Gesundheitsberufen sich impfen zu lassen. Selbst denkt Stöger weiter nicht an eine Immunisierung: "Ich gehöre der Gruppe der Risikomenschen nicht an."