EU erwartet keine Einschränkung des Wettbewerbs

Novartis darf EBEWE-Generikasparte übernehmen

Der Schweizer Pharmariese Novartis darf den österreichischen Generikahersteller EBEWE Spezial-Pharma Holding übernehmen. Die EU-Kommission in Brüssel gab grünes Licht für den Zusammenschluss. Die EU-Kommission erwartet keine Einschränkung des Wettbewerbs durch die Übernahme.

EBEWE SP produziert und vertreibt Nachfolgeprodukte von Originalpräparaten (Generika), vor allem zur Krebsbehandlung. Außerdem stellt das österreichische Unternehmen vordosierte Arzneimittel für andere Pharmaunternehmen her.

Der Schweizer Pharmariese hatte bereits im Mai angekündigt, dass die Generika-Tochter Sandoz um 925 Mio. Euro das Krebsmittel-Sortiment der österreichischen EBEWE Pharma übernehmen will. Ziel des Deals ist es, die teuren Krebsbehandlungen durch Generika zu ersetzen und damit die Therapien in diesem Bereich erschwinglicher zu machen, hatte Novartis-Konzenchef Daniel Vasella zuletzt erklärt.

Novartis ist mit seiner Tochter Sandoz der weltweit zweitgrößte Generikahersteller. EBEWE behält nach der Übernahme noch das kleinere Neurologiegeschäft. Das Unternehmen, das bis 2001 zum BASF-Konzern gehörte, erzielte im Vorjahr mit rund 500 Beschäftigten einen Umsatz von 188 Mio. Euro und einen operativen Gewinn von 53 Mio. Euro. Der Schweizer Arzneimittelhersteller hatte Anfang August auch mit der nächsten Testphase zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen die neue A(H1N1)-Grippe begonnen.