Neues Rektoratsteam für Innsbrucker MedUni

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Sein vierköpfiges Rektoratsteam hat der neue Leiter der Innsbrucker Medizin-Uni (MUI), Herbert Lochs, am 7. Oktober in Innsbruck präsentiert. Auf das Führungsgremium warte eine Reihe an unerledigten Aufgaben. Vor allem soll der "Neubeginn" der Hochschule, die seit Monaten in den Schlagzeilen gewesen ist, ruhigere Zeiten bescheren.

Das Wunschteam des gebürtigen Innsbruckers wurde bereits vergangene Woche vom Universitätsrat bestätigt. Für die Finanzen der Medizin-Uni wird in Zukunft Vizerektorin Gabriele Döller verantwortlich zeichnen. Döller, die in dieser Funktion in den letzten sieben Jahren an der Universität in Tübingen Erfahrungen gesammelt hatte, will die Finanzen "professionalisieren" und die "Abläufe transparenter" machen. Sowohl die Zuweisung als auch die Verwendung der Mittel soll künftig "offen" gestaltet werden. "Auch die Drittmittelverwaltung müsse professionalisiert werden", erklärte Döller. Zudem fehle es der Medizin-Uni an einer Innenrevision, die die notwendige Überwachung gewährleiste, erklärte die Vizerektorin.

Der künftig für Studium und Lehre zuständige Vizerektor Norbert Mutz betonte, dass die Lehre ein wesentliches Moment jeder Hochschule darstelle. "Dort bilden wir unsere Zukunft aus", sagte Mutz. Den wesentlichen Aspekt seiner Arbeit sah er darin, eine notwendige nationale und internationale Vernetzung zu gewährleisten. Zudem will der Vizerektor ein neues Studium für "Molekulare Medizin" implementieren. Durchaus sei auch denkbar, darüber hinaus neue Fächer ins Leben zu rufen. Dies müsse aber in einem gemeinsamen Diskussionsprozess zustande kommen. Von oben herab Dinge zu verordnen, sei "kontraproduktiv".

Bessere Zusammenarbeit

Vizerektorin Doris Balogh, die bis zu ihrer Pensionierung als Anästhesistin an der Innsbrucker Klinik gearbeitet hatte, wird für Personalfragen zuständig sein. "Um einen Betrieb mit 1.800 Mitarbeitern zu managen, braucht es jemanden, der viel Zeit hat", sagte Balogh in Hinblick auf ihre Pensionierung. Der Anteil am Budget, der für das Personal aufgewendet werde, sei bereits jetzt "ungeheuer groß", daher müssten künftig Schwerpunkte gesetzt werden. Darüber hinaus müsse vor allem die Zusammenarbeit zwischen der landeseigenen Krankenanstaltenbetreiber (Tilak) und der zum Bund gehörenden MUI verbessert werden. Ein Anreiz um junge Wissenschafter an der Hochschule im Bereich der Forschung zu halten, könnten neu entwickelte Laufbahnmodelle sein. Geld allein sei nicht immer die hinreichende Motivation, erläuterte Balogh.

Vizerektor für Forschung und Forschungsförderung wird Günther Sperk vom Institut für Pharmakologie. "Es braucht eine Forschung die vom Molekül bis zum Patienten geht", argumentierte Sperk. Die Forschung müsse zudem internationalisiert werden. Wichtig sei auch weiterhin, dass Schwerpunkte gebildet werden und eventuell Projekte nach Innsbruck gelotst werden.

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