Herstellung des Impfstoffs auf Hochtouren

"Neue Grippe" - WHO bei Impfung zuversichtlich

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wenige Wochen vor Beginn der Impfungen gegen die "Neue Grippe" (auch "Schweinegrippe") Bedenken über die Wirksamkeit der Vakzine zurückgewiesen. "Aufgrund der umfangreichen Erfahrungen mit herkömmlichen Grippeimpfungen und in der Entwicklung eines Schutzes gegen die Vogelgrippe zweifeln wir nicht daran, dass wir einen effektiven Impfstoff gegen das H1N1-Virus herstellen werden", erklärte die Leiterin der WHO-Impfstoffentwicklung, Marie-Paule Kieny. Auch wenn das Virus etwas mutieren sollte, würde der Schutz ausreichen.

Die Impfung werde bereits ab Ende September für die Regierungen erhältlich sein, sagte Kieny. Mitarbeiter im Gesundheitswesen sollten zuerst geimpft werden. Zudem sei es weder notwendig noch möglich, jeden gegen die "Neue Grippe" zu impfen. Auch durch das Meiden großer Menschenansammlungen, die Schließung von Schulen und eine angemessene Hygiene lasse sich eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindern. "Das hier ist nicht die Tollwut, die zu 100 Prozent den Tod bedeutet", erklärte Kieny. "Wir reden über eine Krankheit, von der sich die meisten Leute wieder gut erholen."