Kartellermittlungen gegen dänischen Pharmakonzern

Die Europäische Kommission ermittelt gegen den dänischen Pharmakonzern Lundbeck wegen möglicher Wettbewerbsbehinderungen. Das Unternehmen verzögere in Europa möglicherweise den Markteintritt von preisgünstigen Nachahmerprodukten für das Mittel "Citalopram", teilte die Brüsseler Behörde am 7. Jänner mit. Die Arznei wird bei Depressionen eingesetzt.

Die Wettbewerbshüter waren durch eine 2008 eingeleitete Untersuchung des europäischen Arzneimittelmarkts auf Lundbeck aufmerksam geworden. Nach dem Willen der Kommission sollen billigere Generika - also Nachahmerprodukte - stärker verbreitet werden. Falls die Kommission später ein förmliches Kartellverfahren eröffnet, droht ein Bußgeld von bis zu 10 Prozent eines Jahresumsatzes.