Herbert Lochs relativiert "Beschränkungen"

Innsbrucks Med-Uni-Rektor für "Zugangsbestimmungen"

Gegen Zugangsbeschränkungen aber für "Zugangsbestimmungen" an Universitäten hat sich am 9. März der Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck, Herbert Lochs, ausgesprochen. "Das Wort Beschränkung ist irreführend", meinte er im Rahmen einer Pressekonferenz zur Tiroler Hochschulkonferenz. Vielmehr müssten junge Menschen an der Hand genommen werden, um sie zum "passenden Studiengang" zu leiten, sagte er.

Es sei eine "Verschwendung von Lebenszeit", wenn von beginnenden hundert Prozent lediglich dreißig das Studium beenden würden. Nach Meinung von Lochs müsse nicht die Zahl der Studienanfänger, sondern jene der Abschließenden erhöht werden. Mit dieser Thematik sah sich auch Karlheinz Töchterle, Rektor der Innsbrucker Universität, konfrontiert. Es sei ein Thema, das diskutiert werden müsse.

Die Einführung des "Numerus Clausus" sei innerhalb der "Tiroler Hochschulkonferenz" noch nicht zur Sprache gekommen, teilte der geschäftsführende Direktor des MCI (Management Center Innsbruck), Andreas Altmann, stellvertretend für alle acht Hochschulen und Universitäten in Tirol mit. Um in derartigen und ähnlichen Belangen gemeinsam auftreten zu können, sei vor einem Jahr diese Institution aus allen acht Fakultäten gegründet worden.

"Tiroler Hochschulkonferenz"

"Wir wollen gemeinsame Positionen suchen und erarbeiten, mit allen Chancen und Grenzen", meinte Altmann als turnusmäßiger Vorsitzender der Institution. Es solle mitunter eine "politische Mission" verfolgt werden. Innerhalb der "Tiroler Hochschulkonferenz" wolle man gemeinsame Ziele und Interessen verfolgen und so dem Konkurrenzdruck mit anderen österreichischen Schwerpunktregionen standhalten.

Lediglich durch die ständige Kooperation untereinander könne der Standort Tirol nachhaltig und auch zukünftig gestärkt werden, meinte Töchterle. Bisher habe es in Tirol ein Neben- und auch ein Gegeneinander gegeben, "jetzt gibt es ein Miteinander", beschrieb er die Arbeitsgemeinschaft. Neben der Vernetzung und Abstimmung schrieben die acht Hochschulleiter die Kommunikation nach innen und außen groß. Lochs wünschte sich die Entwicklung eines "gemeinsamen Bildungsangebots", um so einen Mehrwert zu erreichen. Nur wenn man die Fachkompetenz aller acht Einrichtungen zusammennehme, könne man die äußere Wirksamkeit ausweiten.

Die "beispielgebende Initiative" in Österreich inkludiert drei Fachhochschulen (FH Kufstein, FH für Gesundheitsberufe und das MCI - Die Unternehmerische Hochschule), zwei pädagogische Hochschulen (Kirchliche Pädagogische Hochschule - Edith Stein und PHT - Pädagogische Hochschule Tirol) und drei Universitäten (Medizinische Universität Innsbruck, UMIT - Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik, Universität Innsbruck). 400 Millionen Euro sei das Jahresbudget dieser acht Fakultäten, 33.000 Studierende werden dort ausgebildet.