Genentech-Übernahme drückt Roche-Gewinn

Wegen der milliardenschweren Vollübernahme seiner US-Biotechnologietochter Genentech hat der Schweizer Roche-Konzern 2009 weniger verdient. Der Reingewinn sank im abgelaufenen Jahr um 22 Prozent auf 8,51 Mrd. Franken (5,8 Mrd. Euro), wie Roche bekanntgab.

Die Aufwendungen für die Integration von Genentech beliefen sich auf 2,4 Mrd. Franken. Roche hatte den Hersteller wichtiger Krebsmedikamenten wie Avastin oder Herceptin im März nach einer monatelangen Übernahmeschlacht für 46,8 Mrd. Dollar übernommen. Bereinigt um Sonderposten stieg der Gewinn um neun Prozent auf 9,8 Mrd. Franken oder 12,19 Franken je Aktie. Roche will die Dividende auf sechs Franken je Titel anheben von fünf Franken im Vorjahr.

Der Konzernumsatz stieg in lokalen Währungen gerechnet um zehn Prozent auf 49,1 Mrd. Franken und in der wichtigen Pharma-Sparte wuchsen die Verkaufserlöse um elf Prozent auf 39,0 Mrd. Franken.

Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit einem Wachstum in Lokalwährungen im mittleren einstelligen Bereich. Der bereinigte Gewinn je Genussschein und Inhaberaktie soll zweistellig steigen, bekräftigte Roche frühere Prognosen. Die Schulden sollen abgebaut werden und der Konzern soll 2015 wieder über ein Nettobarvermögen verfügen.

Analysten hatten im Schnitt mit 8,79 Mrd. Franken Konzerngewinn und 49,18 Mrd. Franken Umsatz gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie war auf 12,33 Franken geschätzt worden.