Fit für die Schule!

Health-Guide

Fit für die Schule!

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Anfang September geht's (zurück) auf die Schulbank. Wir verraten Health-Hacks, mit denen Sie Ihr Kind unterstützten, herausfordernde Schultage gesund und voller Energie zu bewältigen. Säulen der Gesundheit. Bewegung und ausgewogene Ernährung legen den Grundstein für lebenslange Gesundheit. 

Einen Schulstart wie damals verspricht das Unterrichtsministerium. Derzeit sind im Schulbetrieb weder Test- noch Maskenpflicht vorgesehen. Stattdessen: Lernen mit der Pandemie zu leben. Das Coronavirus war in den vergangenen zweieinhalb Jahren das dominierende Thema und ließ dabei viele andere wichtige Gesundheitsthemen in den Hintergrund treten.

Auf diesen Seiten finden Eltern eine kompakte Auffrischung mit spannendem Basiswissen über Ernährung &Co. sowie die besten Gesundheitstipps für ihr Schulkind.

1. Bewegter Alltag

Österreichs Kinder sitzen zu viel - zu Schulzeiten bis zu 8,5 Stunden täglich. Das führt nicht nur im Moment zu Problemen, sondern kann die lebenslange Gesundheit beeinträchtigen. Daher wird mindestens eine Stunde körperliche Aktivität pro Tag von Expert:innen empfohlen. Egal ob herumtollen, kicken oder ein Waldspaziergang - Bewegung fördert die Denkleistung (s. Tipp 2) und ist essenziell für Entwicklung und Wachstum. Denn: Alle biologischen Systeme sind darauf angewiesen, auf angemessene Weise beansprucht zu werden. Knochen, Muskeln &Co. werden durch Bewegung genährt. Zudem wird gefährlichem Übergewicht und damit Volkskrankheiten vorgebeugt. PS: Regelmäßige Bewegung macht auch schlau. Vor allem zyklische Aktivität wie Rad fahren, Schwimmen, Laufen und Wandern fördern die Bildung von Nervenzellen im Gehirn (Anm.: Neurogenese genannt).

2. Augen schützen

Wer mehr in der wirklichen Welt herumtollt, sitzt weniger vor Screens -das freut auch die Augen. Tablets oder Smartphones sind platt. Dies kann die Entwicklung des räumlichen Seh- und Vorstellungsvermögens beeinträchtigen oder den korrekten Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht. Es kann auch zum Schielen und zum trockenen Auge kommen. Volksschulkinder sollten maximal eine Stunde täglich vor Tablets sitzen.

3. „Du darfst!“

Verbote sind out, so die Ernährungswissenschaftler der Harvard Medical School. Sie ersetzen Ernährungspyramide und -regeln durch das "Du darfst"-Prinzip. Der "gesunde Teller" (o.) soll animieren, möglichst viele nährstoffreiche Nahrungsmittel am Teller zu versammeln. Schlechte Lebensmittel gibt's nicht. Gesamternährung zählt!

4. Auszeit zulassen

Reizüberflutung stresst und hindert daran, die Fähigkeit zu erlernen, Zeit für sich selbst gut zu nutzen. Daher gilt: Langeweile darf sein.

5. Den Rücken schonen

Die Haltung beim Blick auf Smartphones & Co. führt zu Nackenverspannungen und letztlich zu Kopf- und Rückenschmerzen. Die Halswirbelsäule wird überlastet, was zu Reizungen führen kann. Daher: Handyzeiten einschränken. Weiters wichtig: Die Schultasche sollte nicht schwerer als 10 Prozent des Körpergewichtes sein.


Der gesunde Teller

Flüssigkeit: Versorgen Sie Ihr Kind ausreichend mit Wasser, Mineralwasser und ungesüßte Tees.

Gemüse: Karotten, Gurken, Paprika, Tomaten, Pilze und Salate machen den größten Anteil des gesunden Tellers aus. Am besten frisch, saisonal und regional.

Obst: Servieren Sie täglich in Maßen frisches Obst aller Art und Farbe, nach regionalem und saisonalem Angebot.

Getreide aus Vollkorn &stärkehaltiges Gemüse: Wählen sie Getreideprodukte aus Vollkorn (Vollkornbrot, -nudeln, -reis,-zerealien). auch stärkehaltige Gemüsesorten wie Kartoffeln oder Kürbis eignen sich als Beilagen.

Eiweißquellen: Bevorzugen sie Fisch, fettarme Milchprodukte, Joghurt, mageres helles Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte und Nüsse. achten sie auf einen maßvollen Umgang mit rotem sowie sehr fettem und stark verarbeitetem Fleisch.

Gesunde Öle/Fette: hochwertige Pflanzenöle (raps-, Olivenöl). Nüsse und samen liefern gesunde, pflanzliche Fette.


Tipps für einen gesunden Umgang mit Nahrung

Neuer Ansatz:
Das "Du darfst"-Prinzip. Empfehlungen mit erhobenem Zeigefinger halten Ernährungsexperten für kontraproduktiv, wenn es darum geht, zu gesunder Ernährung zu animieren. Wirkungsvoller: das "Du darfst"-Prinzip der Harvard Medical School. Das Konzept kommt ohne Verbote aus. "schlechte Lebensmittel" gibt es nicht. Es kommt auf die Gesamternährung an. Laut Weltgesundheitsorganisation WhO sollte der Zuckerkonsum jedoch maximal zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr ausmachen. Tipp: Die ideale Schuljause ist ausgewogen und abwechslungsreich. Vollkorngebäck mit Käse, Schinken, Kräutern und Müsli eignen sich gut; als Snacks: Obst und Gemüse. Generell gilt: Ein besonders buntes Angebot an Nahrungsmitteln garantiert eine gute Nährstoffversorgung und weckt beim Kind den Entdeckergeist.

Mahlzeitentakt:
Wie oft essen? Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz, dass Kinder eine bestimmte Anzahl an Mahlzeiten haben sollten. Manche frühstücken ungern, sie haben zumeist einen niedrigen Blutdruck. Es wäre nicht sinnvoll, ihnen Frühstück aufzuzwingen. sie sollten z. B. um neun, zehn Uhr essen.

Warnzeichen erkennen:
Ab wann ist ein Kind zu dick? Wenn die Perzentilen 90 überschreiten. Diese Werte werden im Mutter-Kind-Pass nach der Untersuchung durch den Kinderarzt verzeichnet. Bei einem Wert über 97 liegt Adipositas vor, über 99,5 krankhaftes Übergewicht. Es empfiehlt sich, einen Kinderarzt mit Diplom für Ernährungsmedizin aufzusuchen. Beide Eltern müssen sich gleichermaßen informieren und bei der Ernährungsumstellung engagieren.
  

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