EU-Richtlinie gegen Verletzungen durch Nadeln

Mit einer neuen Richtlinie will die EU künftig Verletzungen und Infektionen für die rund 3,5 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen besser vermeiden. Die von den EU-Arbeits- und Sozialministern am Montag verabschiedete Richtlinie schreibt spezielle Präventions-, Schulungs- und Entsorgungsverfahren für den Gebrauch scharfer und spitzer Krankenhausinstrumente fest.

So wird etwa das Wiederaufsetzen von Schutzkappen auf gebrauchte Injektionsnadeln verboten. Die Richtlinie schreibt eine Vereinbarung der europäischen Sozialpartner in EU-Recht fest. Nach Schätzungen der EU-Kommission kommt es jedes Jahr zu etwa einer Million arbeitsbedingten Schadensfällen durch Verletzungen und Infektionen mit scharfen und spitzen Instrumenten wie etwa Nadeln.

EU-Sozialkommissar László Andor betonte, Injektionsnadeln stellten für die Beschäftigten des Gesundheitswesens eine echte Gefahr dar, "zum einen, weil sie sich daran verletzen können, zum anderen wegen der dadurch erhöhten Gefahr einer lebensbedrohenden Infektion wie HIV oder Hepatitis". Die neue EU-Richtlinie schaffe einen besseren Schutz für die Beschäftigten und ihre Familien.