Gewinne nur für Aktionäre

Boston Scientific streicht bis zu 1.300 Stellen

Der US-Medizintechnikkonzern Boston Scientific steckt in den roten Zahlen fest und hat den Abbau von weltweit bis zu 1.300 Stellen angekündigt. Der Hersteller von Defibrillatoren und implantierbaren Stents zur Erweiterung der Herzgefäße kam im vierten Quartal 2009 auf einen Nettoverlust von knapp 1,1 Mrd. Dollar (0,8 Mrd. Euro). Ein Jahr zuvor hatte noch ein Minus von 2,4 Mrd. Dollar zu Buche gestanden, wie der Konzern mitteilte.

Ohne Sonderposten wegen Restrukturierungen verdiente das Unternehmen pro Aktie 13 Cent und traf damit die Erwartungen an der Wall Street. Boston Scientific setzte von Oktober bis Dezember 2,1 Milliarden Dollar um - ein Plus von 3,8 Prozent binnen Jahresfrist.

Der in Natick im US-Bundesstaat Massachusetts ansässige Konzern will seine Kosten weiter drücken und dazu unter anderem acht bis zehn Prozent seiner Arbeitsplätze streichen. Dies soll jährlich 200 bis 250 Millionen Dollar an Einsparungen bringen. Dabei nimmt der Konzern auch Veränderungen im Management vor. Das Sparpaket ist mit Einmal-Aufwendungen vor Steuern von 180 bis 200 Millionen Dollar verbunden.

Im vierten Quartal waren die Umsätze mit Herz-Defibrillatoren um fünf Prozent gestiegen, die Umsätze mit Herzgefäß-Stent-Systemem verringerten sich dagegen um 4,8 Prozent. Für das Gesamtjahr 2010 stellte Boston Scientific einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 62 bis 72 Cent in Aussicht bei einem Konzernumsatz von 8,1 bis 8,5 Milliarden Dollar.