Bayer kauft Krebsmittel-Wirkstoff von Algeta

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Bayer baut sein Krebsmittelgeschäft mit dem Einkauf eines Wirkstoffs zur Behandlung von Knochenmetastasen aus. Von der in Oslo ansässigen norwegischen Firma Algeta habe der Konzern Rechte an dem Wirkstoff Alpharadin erworben, teilte Bayer in Berlin mit.

Die Unternehmen wollen die Substanz künftig gemeinsam entwickeln und vermarkten. Algeta erhalte einmalig 42,5 Mio. Euro. Abhängig vom Erreichen festgelegter Entwicklungs- und Vermarktungsziele winken Algeta insgesamt bis zu 560 Mio. Euro an erfolgsabhängigen Zahlungen. Nach Markteinführung sollen die Norweger zudem umsatzabhängige Lizenzgebühren in prozentual zweistelliger Höhe erhalten.

Algeta-Aktien schossen nach der Nachricht an der Börse in Oslo um 57,18 Prozent auf 63,50 Norwegische Kronen (7,32 Euro) in die Höhe. Die im Dax notierte Bayer-Aktie zog 1,3 Prozent auf 42,60 Euro an. "Alphardin ist ein vielversprechender Wirkstoff in der Krebs-Pipeline von Bayer", stellten die Analysten der DZ Bank fest.

Alpharadin ist ein Alpha-Strahlung freisetzender Wirkstoff, der zur Zeit in einer großen zulassungsrelevanten Phase-III-Studie mit 750 Patienten zur Behandlung von Knochenmetastasen bei Prostatakrebs getestet wird. Nach Angaben einer Bayer-Sprecherin werden Ende 2011 Daten aus dieser Studie erwartet. Dieses und weitere künftige Therapiegebiete zusammengenommen traut Bayer der Substanz einen Spitzenumsatz von bis zu mehreren Hundert Mio. Euro zu. Algeta-Chef Andrew Kay hält alle künftigen Behandlungsfelder eingerechnet sogar Spitzenumsätze von 1,3 bis 1,9 Mrd. Dollar (1,336 Mrd. Euro) für möglich. Mögliche weitere Einsatzgebiete für das Mittel sind Knochenmetastasen bei Brust-, Lungen-, und Nierenkrebs.

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