AstraZeneca regelt Patentstreit mit Teva

AstraZeneca sagte Teva im Gegenzug eine Lizenz zu, mit der das israelische Unternehmen ab Mai 2014 mit einer billigeren Kopie des Mittels in den USA auf den Markt kommen darf, wie AstraZeneca am Donnerstag mitteilte. Dann läuft das erste Patent für das Präparat aus. Solche Vereinbarungen zwischen Originalhersteller und Generika-Anbieter sind inzwischen nicht mehr ungewöhnlich, vor allem bei wichtigen Umsatzbringern.

Beide Unternehmen legten auch ihren Streit über das ältere Magenmittel Prilosec bei, dessen Patent allerdings schon einige Jahre abgelaufen ist. In Deutschland beispielsweise wird Omeprazol unter anderem von Ratiopharm vertrieben.

Nexium ist das umsatzstärkste Präparat des Konzerns. Auf dem wichtigen Pharmamarkt USA steht das Mittel aber mittlerweile in einem harten Wettbewerb, so dass AstraZeneca Preise senken musste. In den ersten neun Monaten 2009 waren die Nexium-Umsätze in den USA um sieben Prozent auf 2,1 Mrd. Dollar (1,5 Mrd. Euro) geschrumpft. Die weltweiten Erlöse mit dem Mittel stagnierten bei etwa 3,7 Mrd. Dollar.

Eine ähnliche Vereinbarung wie mit Teva hatte AstraZeneca bereits im April 2008 mit dem indischen Generikaspezialisten Ranbaxy zu Nexium geschlossen. Ranbaxy hat gegenüber Teva einen zeitlichen Vorsprung, da das Unternehmen in den USA den ersten Zulassungsantrag für eine Nexium-Kopie gestellt hatte. In den USA wird der ersten Generika-Firma, die mit einer Nachahmerarznei auf den Markt drängt, eine Marktexklusivität von 180 Tagen gewährt. Mit einem weiteren indischen Unternehmen, Dr. Reddy's, dauert der Patentstreit zu Nexium allerdings noch an.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden