Vbg-Sanitätsdirektor will Impfkonzept ausweiten

Vbg-Sanitätsdirektor will Impfkonzept ausweiten

"Impfungen sind eine ganz wichtige präventive Maßnahme", sagte der Vorarlberger Landes-Sanitätsdirektor Elmar Bechter am 31. Oktober. Er könne sich vorstellen, noch weitere ins Konzept aufzunehmen. Als Beispiele nannte er die Meningokokken-Impfung und die Impfung gegen Gebärmutterhals-Krebs. Letztere habe sehr viel für sich - nach wie vor sei aber unklar, wie Bund und Sozialversicherung dazu stehen.

Ab dem kommenden Jahr wird die Impfung gegen Pneumokokken ins kostenlose Kinder-Impfprogramm aufgenommen. Der Schutz, der etwa gegen Lungenentzündung wirken soll, hat bisher eine Familie gut 500 Euro gekostet. Diese Kosten übernehmen nun zu zwei Drittel der Bund sowie zu je einem Sechstel das Land und die Sozialversicherung.

"Gewisse Wertschöpfung für Industrie"

Zur "Schweinegrippe" meinte Bechter, es könne niemand genau voraussagen, wie es weitergehe, es könne nicht abgeschätzt werden, wie schnell sich das Virus verbreite und wie schwer die Krankheitsverläufe bei uns sein werden. Zu Informationen, wonach Ärzte in Deutschland von der Impfung abraten, meinte Bechter: "Faktum ist, dass der Impfstoff eine verkürzte Zulassung bekommen hat." Einige Zulassungsverfahren seien bereits früher abgeschlossen worden. "Ich glaube selbstverständlich, dass hier eine gewisse Wertschöpfung für die Industrie gegeben ist," sagte der Sanitätsrat und fügte hinzu: "Ich habe mich um die Sicherheit der Bevölkerung zu kümmern".

Er könne gut verstehen, dass viele Leute sagen, diese Erkrankung verlaufe in den allermeisten Fällen sehr milde, die Impfung sei lediglich ein gutes Geschäft für die Pharmaindustrie und wollen sich deshalb nicht impfen lassen. In Vorarlberg werde die Impfung zuerst einmal Risikogruppen angeboten, Menschen mit Grunderkrankungen und Personal in Gesundheitsberufen.

Zum Fachärztemangel in Vorarlberg meinte der Landes-Sanitätsrat: "Man hat in den letzten Jahren nicht wenige Facharztausbildungsstätten geschaffen, um genügend Nachwuchs zu haben." In Vorarlberg gebe es insgesamt 168 Ausbildungsstellen für Fachärzte, dennoch könnten manchmal Engstellen auftreten. Im Bereich der Landeskrankenhäuser bestehe die Absicht, man dem Ausbildungsproblem starke Beachtung zu schenken, um auch in Zukunft genügend Fachärzte zu haben.

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