Syrischer Oregano enthält Krebsmittel Thymoquinon

Syrischer Oregano enthält Krebsmittel Thymoquinon

Hauptanliegen der Studie war eine Revision der 43 Arten aus der Gruppe "Origanum" mittels DNA-Analysen. Bisher wurden die Kräuter meist mittels morphologischer Merkmale - etwa Blätter oder Blüten - eingeordnet und Verwandtschaftsverhältnisse bestimmt. Es zeigte sich, dass äußerliche Ähnlichkeiten oder Unterschiede nicht unbedingt die Verwandtschaftsbeziehungen auf genetischer Ebene widerspiegeln, berichtete Studienautorin Brigitte Lukas gegenüber der APA.

Bei ihren DNA-Analysen legten die Wissenschafter auch Wert auf Regionen, welche mit der Produktion von mehr oder weniger bekannten Wirkstoffen und Aromen der Küchen- und Heilkräuter in Verbindung stehen. Generell zeigte sich, dass es auch innerhalb der einzelnen Arten eine große Variabilität bei der Produktion etwa von ätherischen Ölen gibt.

Speziell im Majoran (Origanum majorana), aber auch in Proben von kommerziellen Oregano-Produkten konnten hohe Anteile an Arbutin nachgewiesen werden. Arbutin ist dafür bekannt, dass es von Bakterien zu Hydroquinon zerlegt und damit als potenziell gesundheitsschädliche Substanz gilt. Damit es bedenklich wird, müsste etwa Majoran allerdings in sehr großen Mengen aufgenommen werden. Arbutin-hältig sind auch Birnen oder Spinat.

Unterschiede zwischen und auch innerhalb der Origanum-Arten gibt es auch bezüglich der Produktion von ätherischen Ölen, welchen die gesundheitsfördernden, antioxidativen Wirkungen der Kräuter zugeschrieben werden. Hohe Anteile an solche Substanzen enthalten etwa der Gewöhnliche Oregano (Origanum vulgaris) oder der Türkische Oregano (Origanum unites).

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