Nano-Teilchen können auch aus der Ferne schädigen

Die Forscher testeten Teilchen mit einer Größe von rund 30 Nanometern (ein Nanometer ist der Millionste Teil eines Millimeters), also klassische Nano-Teilchen. Um die indirekten Wirkungen solcher winzigen Partikel überprüfen zu können, züchteten sie eine mehrlagige Schicht aus menschlichen Zellen, vergleichbar etwa mit der sogenannten Blut-Hirn-Schranke in einem Organismus. Diese diente dann als dichte Barriere zwischen den Nano-Teilchen und den eigentlichen Test-Zellen.

Es zeigte sich, dass der Grad der Erbgut-(DNA-)Schädigung der durch die nachweislich intakte Barriere geschützten Zellen ähnlich ausfiel, wie bei einem direkten Kontakt mit den Nano-Partikeln. Beim Vergleich zwischen einer porösen Membran und der Zell-Barriere zeigte sich, dass die Erbgut-Schädigungen hinter den Zell-Schichten sogar heftiger ausfielen.

Das brachte die Wissenschafter zu der Ansicht, dass die Nano-Teilchen zwar die Barriere nicht durchqueren konnten, sehr wohl aber Vorgänge in den Barriere-Zellen selbst auslösten und etwa Signalmoleküle freisetzten, welche dann zu den Auswirkungen dahinter führten. Alles in allem resümieren die Wissenschafter, dass derlei indirekte Wirkungen in die Beurteilungen von Nano-Risiken Eingang finden müssten.

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