Krankenkassen erwarten 60 Mio. Überschuss

Der Hauptverband führt den zu erwartendend Überschuss von 60,5 Mio. Euro für heuer, der im August noch auf 7,5 Mio. Euro geschätzt worden war, vor allem auf die insgesamt 120 Millionen Euro zurück, die durch die Auflösung des Katastrophenfonds, die Refundierung der Mehrwertsteuerleistungen und zusätzliche Budgetmittel in Höhe von 45 Millionen Euro im Frühjahr den Kassen zugeführt wurden. Von diesen 120 Millionen hat allein die Wiener Kasse etwa 80 Mio. Euro erhalten, die damit nach teilweise großen Verlusten in den vergangenen Jahren nun heuer ein Plus von 18,8 Mio. Euro erwartet.

Die neun Gebietskrankenkassen zusammen sollen heuer aber mit einem Minus von 53,1 Mio. Euro abschließen. Ein positives Ergebnis wird außer für die Wiener nur noch für die burgenländische und die Kärntner GKK erwartet. Für das für die gesamte Krankenversicherung erwartete positive Ergebnis von 60,5 Mio. Euro sind vor allem die Versicherungsanstalten der öffentlich Bediensteten, der Bauern, der Selbstständigen sowie für Eisenbahn und Bergbau verantwortlich, die durchwegs im Plus abschließen werden.

Für das nächste Jahr erwartet der Hauptverband für die gesamte Krankenversicherung aber wieder ein Minus von 268 Mio. Euro, für die neun Gebietskrankenkassen allein von sogar 320 Mio. Euro. Dieses könnte sich aber noch deutlich reduzieren, weil der geplante Strukturfonds im Ausmaß von 100 Millionen für 2010 noch nicht eingerechnet ist. Zudem müssen die Kassen 197 Mio. Euro an Kostendämpfungen selbst hereinbringen, um diese 100 Mio. lukrieren zu können. Diese Mittel sind zwar vereinbart, aber noch nicht endgültig beschlossen. Mit ihnen wäre die Krankenversicherung dann wieder im Plus, die neun Gebietskrankenkassen hätten dann noch ein kleines Minus von 23 Mio. Euro.

Auffallend ist vor allem, dass für heuer die Medikamentenkosten um 5,2 Prozent niedriger sein sollen als noch im Vorjahr. 2008 hatte es noch eine Steigerung um 7,4 Prozent gegeben. Dafür ist vor allem die Mehrwertsteuersenkung auf Medikamente verantwortlich. Deutliche Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr erwarten die Kassen aber beim Zahnersatz (plus 40,5 Prozent), beim Krankengeld (plus 13,8 Prozent), bei der Zahnbehandlung (plus 5,2 Prozent) und bei der Anstaltspflege sowie beim Verwaltungsaufwand (je plus 4,8 Prozent).

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