Inkontinenz - Wenige suchen Hilfe beim Arzt

Die Tagung findet unter dem Motto "Gemeinsam für Kontinenz: Ärzte, Pflege und Physiotherapie im Team" statt. Allein von der Harninkontinenz ist jede vierte Frau und jeder zehnte Mann im Laufe des Lebens betroffen. Viele Betroffene ziehen sich aus Angst, ihr Problem könnte in der Öffentlichkeit, im Freundeskreis oder in der Familie bemerkt werden, zurück und vereinsamen, so Landesrat Peter Rezar (S) am Dienstag in Eisenstadt.

Mit zunehmendem Alter steige die Wahrscheinlichkeit, an unfreiwilligem Harnverlust zu leiden. Bei der Behandlung wird zwischen konservativer Therapie - in diesen Bereich fallen Empfehlungen zur allgemeinen Lebensführung, krankengymnastische Behandlung und die medikamentöse Behandlung - sowie operativer Therapie unterschieden, erläuterte Walter Kuber, Vorstand der Abteilung für Urologie im Krankenhaus Oberwart.

Stuhlinkontinenz sei ein massiv stigmatisierendes Krankheitsbild, das den Patienten sowohl körperlich als auch psychisch enorm belaste und zu einer sozialen Isolation führe, so Friedrich Hofbauer, Vorstand der chirurgischen Abteilung im Krankenhaus Oberpullendorf. Behandlungsmöglichkeiten ergeben sich auch hier durch Umstellung der Ernährung, den Einsatz von Medikamenten sowie mittels Biofeedback und Training der Beckenbodenmuskulatur. Chirurgische Möglichkeiten bestehen etwa in der Schließmuskelrekonstruktion und einer Beckenbodenraffung.

Service: Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ), Information im Internet http://www.inkontinenz.at, Beratungstelefon Tel. 0810/100 455. Informationstag für Patienten, Angehörige und Interessierte am 15. Oktober ab 16.00 Uhr, Wirtschaftskammer in Eisenstadt, der Eintritt ist frei.

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