Grazer Stammzellforscher publizieren per Video

Grazer Stammzellforscher publizieren per Video

"JOVE eröffnet eine neue Dimension der Wissenschaftspublizistik, indem die neuesten Experimente zeitgemäß visualisiert veröffentlicht werden", begründet Strunk den Schritt seiner Gruppe im Gespräch mit der APA. Aufwendige Techniken, die bisher mittels Text und Bilder nur unzureichend zu beschreiben sind, können in dem peer-reviewten und in der Datenbank PubMed gelisteten Journal als Video veröffentlicht werden. Das Format wurde vor einigen Jahren von Harvard-Wissenschaftern ins Leben gerufen. "Wir freuen uns, als erste überhaupt von Österreich aus Arbeiten dort unterzubringen", so Strunk.

Die Grazer Stammzellforscher haben drei Arbeiten im JOVE eingestellt: Katharina Schallmoser beschreibt die Herstellung eines standardisierten Blutplättchenlysats (pHPL), das als universales Wachstumsfaktorensubstrat für Zellkulturen verwendet werden kann. Andreas Reinisch stellt eine neue Methode zur Gewinnung und Vermehrung von mesenchymalen Stromazellen und endothelialen Vorläuferzellen aus der Nabelschnur vor. Bei dieser Methode kommt das Bluttplättchenlysat zur Anwendung.

Das Video von Nicole Hofmann zeigt, wie endotheliale Vorläuferzellen aus dem Blut aus der menschlichen Armvene gewonnen und unter Zugabe von Blutplättchenlysat erfolgreich vermehrt werden können. "Diese Methode ist ein vielversprechender Ansatz für individuelle Behandlungsstrategien, bei denen Patienten eigene Zellen entnommen, in vitro vermehrt und dann wieder transplantiert werden", so Strunk. Im Schnitt sind in 5 ml Venenblut nur 20 -25 der gesuchten Zellen enthalten. Mit dem Grazer Verfahren sei es möglich, diese Zahl innerhalb weniger Wochen auf mehrere 100 Mio. Zellen zu erhöhen.

Service: Die Videos sind kostenpflichtig unter http://www.jove.com/index/Details.stp?ID=1523, unter http://www.jove.com/index/Details.stp?ID=1525 sowie http://www.jove.com/index/Details.stp?ID=1524 online abrufbar.

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