Google kündigt Frühwarnsystem bei Grippe-Trends an

Google kündigt Frühwarnsystem bei Grippe-Trends an

Google habe festgestellt, dass die Häufigkeit bestimmter Suchbegriffe Anhaltspunkte für die Häufigkeit von Grippefällen sein kann. Für die Grippe-Trends werden Daten der Google-Suche gesammelt und ausgewertet. Auf Grundlage der Ergebnisse wird anschließend die Häufigkeit von Grippefällen geschätzt. Was die ersten Auswertungen für Österreich betrifft, wird für Anfang Jänner 2010 die Erwartung einer Grippe-Welle stärkeren Ausmaßes als sehr hoch eingeschätzt. 2004 und 2006 hatte es praktisch keine "Grippe-Ausreißer" gegeben, 2005 und 2007 wurde eine leichtere Grippe-Welle jeweils im Februar registriert, 2008 hatte es eine hohe Grippe-Erwartung für den Jänner gegeben, 2009 eine sehr hohe ebenfalls für den Jänner.

Keine Auskunft gibt es vorerst über die sogenannte Schweinegrippe. Bei der Analyse von Grippe-Trends versuche Google, relevante Daten und "gute Indikatoren" zu verarbeiten. Bei Schweinegrippe würden aber viele Personen nur aus Neugier suchen. Was die Grippe generell betrifft, gebe es dagegen häufig Abfragen, was man konkret tun könne, welche Hilfen möglich seien oder welche Ratschläge von Experten man annehmen solle.

Mit dem Frühwarnsystem könne es gelingen, Krankheiten früher zu behandeln. Immerhin gebe es jährlich Millionen Grippekranke und Hunderttausende von Grippetoten, erklärte Matias. Mit rascheren Voraussagen könnten die Mediziner schneller reagieren und Leben retten.

Erstmals wurden Grippe-Trends von Google im November 2008 in den USA eingeführt. Um das Modell auch in Europa zur Anwendung zu bringen, arbeitete Google mit dem in Stockholm angesiedelten Europäischen Zentrum für die Vorbeugung und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zusammen. ECDC erhält wöchentlich Grippedaten von allen EU-Ländern. Außerdem gibt es die Möglichkeit der Suchanalysen von Google für Grippe-Trends in der Schweiz, Norwegen, der Ukraine und Japan sowie in Australien und Neuseeland.

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