2.400 demonstrierten für

2.400 demonstrierten für "faire" Einkommen

Das letzte Angebot der Arbeitgeber mit einem Plus von 1,1 Prozent für die kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter bzw. 0,9 Prozent für die Ist-Löhne und -Gehälter ist der Gewerkschaft zu wenig. Mit Transparenten wie "wir wollen endlich ernst genommen werden" folgten die Beschäftigten nun dem Aufruf der Gewerkschaften zu einer Kundgebung. Einen kleinen Teilerfolg haben die Arbeitnehmer schon erreicht: Forderungen der Arbeitgeber im Rahmengesetz, wie etwa die Streichung der Mehrarbeitszuschläge, seien mittlerweile vom Tisch, hieß es bei der Abschlusskundgebung.

Laut Veranstalter konnte man sogar rund 4.000 Menschen in Wien auf die Straße bringen, zusammengerechnet mit zeitgleich stattfindenden Kundgebungen in Graz, Linz und Klagenfurt seien es 7.500 gewesen. Die Route führte die Demonstranten in Wien vom Museumsquartier über die Zentrale der BAGS, wo man rund 22.000 Unterschriften an den Vorstand übergab, bis zum Ballhausplatz. In Klagenfurt nahmen einige Hundert teil. Die Demonstranten zogen laut pfeifend durch die Innenstadt und unterstrichen mit Rufen wie "soziale Arbeit muss mehr wert sein" ihre Forderung nach einem angemessenen Kollektivvertragsabschluss.

"Wir pfeifen auf dieses Angebot, wir wollen mehr", erklärte in Wien vida-Vorsitzender Rudolf Kaske bei der Abschlusskundgebung am Ballhausplatz. Kritik übte er an der "sozialen Kälte" gegenüber Arbeitnehmern und der Regierung, die die Finanzierung des Gesundheits- und Sozialbereichs sichern müsse. Dwora Stein, Bundesgeschäftsführerin der GPA/djp, hob die Stellung der Gesundheits- und Sozialberufe hervor und betonte, faire Einkommen seien das mindeste. Auch ein Streik sei nicht ausgeschlossen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 21. Jänner statt. Wie erwartet hat es bei der Demonstration laut Polizei keine Zwischenfälle gegeben, kurz nach 16.00 Uhr löste sich die Versammlung auf.

Von den Gehaltsverhandlungen, die seit Ende Oktober laufen, sind laut einer Aussendung der Gewerkschaften rund 80.000 Beschäftigte, etwa in der mobilen Pflege, in Pensionistenwohnhäusern und Pflegeheimen oder der Betreuung von Behinderten, betroffen.

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