Schräge Heilmethoden

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1. Blutegeltherapie

Der Blutegel ist schon lange Zeit für seine heilende Wirkung bekannt. Blutegel sondern über den Speichel etwa 20 verschiedene Substanzen in die Wunde ab, darunter die Blutgerinnungshemmer Hirudin und Calin. Aus diesen Stoffen ergibt sich auch eine der wichtigsten medizinischen Heilwirkungen des Blutegels, in Verbindung mit der entzündungshemmenden Wirkung von Eglin. Nach Erreichen der Sättigung fällt der Blutegel von selbst von seinem Opfer ab.
Behandelt werden: Blutgerinnsel und Blutergüsse, Krampfadern, Venenentzündungen, Gefäßverkalkungen, Rheuma und Gelenkabnutzungen (wie Arthrosen), Muskelkrämpfe, Zerrungen und Verstauchungen, Rücken- und Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden und Ohrgeräuschen.

2. Aderlass

Der Aderlass regt den Körper zur Neubildung von roten Blutkörperchen an. Der Körper soll durch den Blutverlust gereinigt und entgiftet werden.

3. Eigenblut

Eine Therapie mit Eigenblut ist eine sogenannte Reiztherapie. Während der Therapie werden kleine Mengen Blut entnommen und sofort wieder in den Muskel injiziert. Damit soll eine vegetative Umstellung erreicht werden. Die körpereigene Abwehr soll damit gestärkt werden.

4. Eigenurin

Auch die Behandlung mit Eigenurin ist eine Reiztherapie. Hier soll ebenfalls die körpereigene Abwehr verbessert werden. Mit frischem Urin zu gurgeln soll auch gegen chronische Halsschmerzen helfen. Auch auf die Haut getupft soll der Urin kleine Wunder bewirken.

5. Schröpfen

Beim Schröpfen setzt der Heilpraktiker am Rücken des Patienten Saugglocken auf die Haut. Darunter wird eine kleine Flamme entzündet. Diese erzeugt ein Vakuum und die Haut wölbt sich unter der Saugglocke. Dadurch sollen die Organe besser durchblutet und ihre Funktion angeregt werden.