Gen-Code von Prostatakrebs geknackt

Aufgedeckt

Gen-Code von Prostatakrebs geknackt

Prostatakrebs ist einer der häufigsten Krebsarten bei Männern. Nun berichten zwei unabhängige Studien in den Fachblättern Nature Genetics und Nature von neuen Genveränderungen bei Prostatakrebs.

Beide Studien benützten die Technik der Exom-Sequenzierung, um diese Mutationen zu identifizieren. Dabei werden nur jene Regionen des Erbguts durchforstet, auf denen wirklich Gene liegen. Ein Team um Levi Garraway vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston sequenzierte die Exome von 112 Prostatatumoren. Die Forscher fanden diverse Veränderungen auf mehreren Genen, wie sie am Sonntag in Nature Genetics berichteten.

Die Mutation im sogenannten SPOP-Gen kam so häufig vor, dass die Forscher sie fortan zur Definition einer neuen Untergruppe des Krebses verwenden wollen. Sie tritt in 15 Prozent aller Prostatakrebs-Fälle auf, wie es in einer Mitteilung des Weill Cornell Medical College heißt.

Nach Angaben der Autoren gibt es somit mindestens zwei verschiedene Entstehungswege für Prostatakrebs, wofür jeweils spezialisierte Diagnosen und Behandlungen entwickelt werden könnten.

Tipps von Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, wie Sie Krebs-Risiko verringern: 1/7
1. Bewegen Sie sich
„Täglich mindestens 30 Minuten oder 3 mal pro Woche eine Stunde lang. Wandern, golfen, radeln, walken oder bergauf spazieren.“
2. Schutzimpfungen
„Durch HPV-Impfung lassen sich 80–90 Prozent der Gebärmutterkrebserkrankungen vermeiden.“
3. Vermeiden Sie Nikotin
„Rauchen Sie weder aktiv noch passiv. 80.000 Menschen sterben jährlich in den EU-Ländern durch Passivrauch.“
4. Vermeiden Sie Übergewicht „Essen Sie zwei- bis dreimal am Tag ohne Zwischenmahlzeiten wie Chips und dergleichen. Mit vernünftiger Ernährung verringern Sie Ihr Krebsrisiko.“
5. Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen „Früherkennungsuntersuchungen sollten zu empfohlenen Zeiten durchgeführt werden.“ Männer ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich zum Urologen, Frauen ab dem 40. Lebensjahr in zweijährigen Abständen zur Mammografie.“
6. Keine direkte Sonne „Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung ohne Hautschutz. Auch im Winter.“
7. Die Pille „Wer die Pille für zumindest 
1 Jahr genommen hat, 
halbiert sein Eierstockkrebsrisiko.“

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden