So beugen Sie der Grippe vor

Grippe? Ich sicher nicht!

So beugen Sie der Grippe vor

Gesund bleiben: Die besten Tipps zur Vorbeugung und für den Akutfall.

Das hat uns gerade noch gefehlt: Den Fest-Stress überwunden, die Extra-Kalorien fleißig abgeturnt und dann streckt uns eine „Grippe“ nieder. Kein Wunder: Jetzt sind wir auch besonders anfällig dafür.

Grippe oder Infekt?
Zum Glück ist jedoch das, was wir als „Grippe“ bezeichnen, in den meisten Fällen „nur“ ein viraler Infekt. Lästig ist er allemal – zählen doch Schnupfen, Husten, Halsweh und Kopfschmerzen zu den typischen Symptomen. „Hat sich jemand mit der echten Grippe infiziert, tritt ganz plötzlich und heftig ein Gefühl der totalen Niedergeschlagenheit auf, begleitet von sehr hohem Fieber“, informiert die Wiener Allgemeinärztin Doris Gapp. Bei einer Infektion mit Erkältungsviren treten die Symptome dagegen eher schleichend auf.

Jetzt noch impfen?
Wie aber kann ich mich vor der Grippe und vor viralen Infekten schützen? Expertin Gapp: „Vor der echten Grippe schützt eine Impfung. Die beste Impfzeit ist zwar im November, aber eine Impfung kann auch jetzt noch sinnvoll sein. Es dauert allerdings etwa zwei Wochen, bis ein vollständiger Impfschutz aufgebaut ist.“ Die Impfung schützt jedoch „nur“ vor Grippe, nicht aber vor viralen Erregern, die Erkältungen auslösen. Gegen die lästigen Schnupfen-Viren hilft nur ein intaktes Immunsystem, das Sie mit vitalstoffreicher Ernährung, moderater Bewegung oder Pflanzenpräparaten unterstützen können.

Wenn Erkältungen grassieren, sollten Sie vermehrt Lebensmittel wie Brokkoli, Karotten, Tomaten, Chicorée, Kohl, Knoblauch, Pilze und Spinat genießen. Denn: Rote, gelbe, orangefarbene und tiefgrüne Gemüsesorten stärken das Immunsystem, indem sie die Produktion der weißen Blutkörperchen anregen und dem Körper so bei der Abwehr von Infekten helfen.

Hilfe im Akutfall
Hat es Sie dennoch erwischt, heißt es: „Im Bett bleiben so lange Sie fiebern, auf reichlich Flüssigkeitszufuhr in Form von Tees achten und viel schlafen“, rät Ärztin Gapp. Erleichterung schaffen – gerade bei grippalen Infekten – auch bewährte Hausmittel wie Hühnersuppe oder Wickel (siehe Tipps im Kasten rechts). Sollte sich Ihr Zustand nicht bessern oder gar verschlechtern, müssen Sie unbedingt zum Arzt.

Den Körper verstehen
Gerade bei wiederholten Infekten sollten Sie sich aber auch fragen: Warum bin ich anfällig für jede Grippe, die im Umlauf ist? Oder: Warum ist mein Immunsystem so schwach, dass es jeden Eindringling passieren lässt? Eine ungünstige Lebensweise mit stark verarbeiteten Lebensmitteln, zu wenig Nährstoffen, zu kurzen Nächten und zu wenig Bewegung führt zu Schlacken im Organismus. Der Körper ersehnt jede Erkältung förmlich herbei, um die angesammelten Giftstoffe in Form von Schleim aus der Nase und dem Rachen wieder los zu werden. Betrachtet man Erkältungen positiv, könnte man sie also als willkommenen „Entgiftungsschub“ bezeichnen. Nach einem überstandenen Infekt fühlt man sich daher auch meist vitaler als davor.

Seelen-Hygiene
Fragen Sie sich aber auch: Gibt es privat oder beruflich Probleme, von denen Sie „die Nase voll haben“ oder die Ihnen „Kopf zerbrechen“ bereiten? Spaß an der Arbeit, ein gesundes Selbstvertrauen und glückliche Beziehungen – das sind unsere Vitamine für die Seele.

Infekte vorbeugen: Doping für die Immunzellen
Vitamin C und Zink

Studien belegen: Eine ausgewogene Mischkost (viel Obst, Salat, Gemüse und Getreide) mit zusätzlicher Einnahme von Zink und Vitamin C (Präparate erhältlich in Apotheken) unterstützt das Immunsystem, sodass es weniger häufig zu grippalen Infekten und Erkältungen kommt.

Immun-Modulatoren
Ein intaktes Immunsystem setzt eine Vielzahl von Substanzen frei, die Viren und Bakterien abtöten. Die Aktivität der betreffenden „Killerzellen“ im Blut kann man durch die Einnahme von Immunmodulatoren verstärken. Dazu zählen Arzneipflanzen wie Sonnenhut (Echinacea), wilder Indigo (Baptisia) oder Wasserhanf (Eupatorium). Entsprechende Präparate gibt es in der Apotheke.

Hände waschen
Essentiell in Grippezeiten: Fünf Mal täglich die Hände gründlich waschen. Dabei sollten aber nicht nur die Handflächen, sondern auch die Fingerzwischenräume gründlich mit Seife gereinigt werden.

Ausgleich
Stress und Schlafmangel schwächen die Immunabwehr. Tipp: Schlafen Sie bei geöffnetem Fenster! Und: Bewegen Sie sich regelmäßig! Maßvoller Sport bringt das Lymphsystem in Schwung, hilft Schlacken auszuscheiden und entlastet so das Immunsystem. Ebenfalls gut: Regelmäßige Besuche in Sauna oder Dampfbad sowie Tautreten (mit nackten Füßen im Gras oder Schnee, danach warme Socken anziehen!