Gelsen fliegen auf Biertrinker

Die Blutsauger kommen

Gelsen fliegen auf Biertrinker

Leiden Sie auch schon unter der Gelsenplage? Mehr als 20 Stiche sind in den letzten Tagen keine Seltenheit! Doch niemand ist den blutrünstigen Tierchen schutzlos ausgeliefert, denn wer die Vorlieben der Blutsauger kennt, kann ihnen entgegenwirken.

Biertrinker sind beliebte Opfer
Mücken und Gelsen fliegen auf Biertrinker. Das ergab eine Studie aus Regensburg mit Gelbfiebermücken. Ein bis drei Gläser reichen schon, um für die Blutsauger besonders attraktiv zu werden. Warum das so ist, ist nicht ganz klar. Möglicherweise verändert der Alkoholabbau die Duftzusammensetzung der Haut. Denn der Körpergeruch ist entscheidend dafür, wie anziehend jemand auf die Insekten wirkt.

"Du hast süßes Blut"
"Du hast bestimmt süßes Blut" - das bekommen Gelsengeplagte besonders gerne zu hören. Der Blutzuckergehalt ist den Tierchen aber egal, viel wichtiger sind ihnen die darin enthaltenen Proteine. Diese brauchen die weiblichen Exemplare nämlich, damit sie Eier produzieren können.

Gelsenmythen unter der Lupe 1/6
1. "Gelsen bevorzugen dunkle Kleidung" Stimmt! Wenn Sie bei der nächsten Grillparty zu heller Kleidung greifen, werden Sie bestimmt weniger attackiert.
2. "Gelsen können Aids übetragen" Stimmt nicht! Wenn Gelsen einen infizierten Menschen gestochen haben, können Sie eine zweite Person nicht anstecken. Das Blut fließt durch ihren Rüssel nur in eine Richtung – in den Magen.
3. "Gelsen stechen lieber Menschen mit süßem Blut" Stimmt nicht! Gelsen bevorzugen zwar den einen mehr als den anderen, das liegt aber nicht am "süßem Blut", sondern an der ganz persönlichen Duftnote.
4. "Lavendelöl hält Gelsen fern" Stimmt! Tupfen Sie statt einem blumigen Parfum ein paar Tropfen Lavendelöl (auch Nelkenöl hilft) in Ihre Armbeugen und Kniekehlen und die Quälgeister suchen sich lieber ein anderes Opfer.
5. "Die Reaktionen auf Gelsenstiche werden immer schlimmer" Stimmt nicht! Es gibt zwar immer wieder Häufungen von schwereren Reaktionen. Aus Sicht des Experten ist das aber eher ein jahreszeitliches Phänomen. Insgesamt sind die Folgen von Insektenstichen heute nicht schlimmer als vor 10 oder 15 Jahren. Es liegt also nicht an den Umweltgiften, von denen die Insekten heute angeblich viel mehr mit sich rumtragen als früher.

 

6. "In den Bergen ist man vor Gelsen sicher"
Stimmt! Über 800 bis 1.000 Metern Meereshöhe ist Schluss mit den lästigen Saugern. Im 8. Stock eines Wohnhauses sind Sie hingegen nicht vor den Biestern sicher.

So schützen Sie sich

Besonders viele Gelsen gibt es dort, wo stehendes Gewässer in der Nähe ist. Ein stehen gelassener Wasserkübel oder eine Regentonne locken die Tierchen an, denn darin legen sie ihre Eier ab.

Kleidung

Gelbe und schwarze Kleidung sowie Stoffe mit Blumenmuster ziehen Insekten magisch an. Wenn Sie im Freien luftige Kleidung tragen verhindern Sie, dass Insekten eine gute Angriffsfläche haben.

Essen im Freien

Auf jeden Fall abdecken. Das gilt ganz besonders für Getränke! Trinken Sie immer aus dem Glas, nicht aus der Dose oder Flasche - oft verirren sich Wespen in süßliche Getränke und ein Stich in den Mund ist ein Fall für den Notarzt.

Vorsicht bei Parfums
Blumige Parfums locken alle Insekten an, die sich von Pflanzen ernähren, also Bienen und Hummeln.

Mit Gerüchen gegen Insekten
Wespen mögen den Geruch von Zitronen und Gewürznelken nicht - wer damit seinen Tisch dekoriert wird in Ruhe essen können. Mit diesen Mitteln lassen sich auch gleichzeitig die gefürchteten Hornissen abwehren. Von klassischen Wespenfallen sollte man die Finger lassen - dadurch werden nur noch mehr angelockt. Mücken kann man mit Lavendel und Zitronengras abwehren, Duftkerzen mit diesen Gerüchen verhelfen zu einem störungsfreien Abend. Fliegen mögen den Geruch von Brennnessel nicht und auch eine Basilikumpflanze schützt vor einem Angriff der Tiere.

Insektengitter
Um zumindest Innenräume Insektenfrei zu halten sollte vor dem Fenster ein Insektengitter angebracht werden. Außerdem empfiehlt es sich erst dann die Fenster zu öffnen wenn es drinnen absolut dunkel ist - die kleinste Lichtquelle lockt die Tiere an.

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