Erste Hilfe bei Reisekrankheiten

Übelkeit und Co.

Erste Hilfe bei Reisekrankheiten

Für viele Reisende beginnt jetzt eine Leidenszeit: Mit Übelkeit im Auto, Bus oder Schiff schlägt die Reisekrankheit zu. Und im Flieger leidet ein Drittel der Passagiere unter Flugangst. Was hilft dagegen?

Tipps gegen grenzenlose Angst über den Wolken

Statistik hilft gegen irrationale Panik bei Flügen. Laut Hochrechnung fliegt ein Passagier 14.000 Jahre ohne Unfall. Was ebenfalls hilft: Sich über die technischen Basics eines Flugzeuges zu informieren. Gegen extreme Flugangst (Aviophobie) bieten die Airlines Seminare an.

Vorbeugen
Alkohol zur Beruhigung ist kein geeignetes Mittel! Bei Flugangst hat sich aber zum Beispiel das homöopathische Mittel Relax bewährt (auch für Kinder geeignet). Auch hilfreich: Passedan-Tropfen.

Hilfe gegen Übelkeit im Auto oder auf dem Schiff

Die Reisekrankheit ist eigentlich eine Reaktion auf Bewegungsreize, die den Organismus überfordern. Die Symptome: Blässe, Übelkeit und Erbrechen. Vor allem Kindern zwischen 3 und 12 Jahren wird bei Auto-und Schiffsreisen leicht "schlecht".

Tipps
Für Auto und Bus gilt: In Fahrtrichtung sitzen und geradeaus blicken (nicht lesen und nicht aus dem Seitenfenster schauen), aufrecht sitzen und regelmäßig atmen. Auf dem Schiff: mit den Augen Horizont oder Küste fixieren.

Mittel
Gegen Reisekrankheit helfen spezielle Kaugummis aus der Apotheke, homöopathische Mittel (zum Beispiel Strychnos Nux vomica D12), Vitamin C -Lutschtabletten (langsam im Mund zergehen lassen) und Ingwer (als Bonbon, Tee oder auch kandiert).

Was im Ernstfall zu tun ist...

Erste Hilfe bei Krankheit im Urlaub 1/7
1. Sonnenbrand Topfenpackungen fördern eine rasche Heilung. Betroffene Stellen in den nächsten Tagen bedecken. Richtig verbrannte Körperstellen sofort mit handwarmen Wasser übergießen oder in Wasser eintauchen, jedoch maximal 10 Minuten lang. Eventuell mit Kühlgel behandeln.
2. Sonnenallergie Direkte Sonnenbestrahlung und die intensive Mittagssonne von 12 bis 15 Uhr meiden. Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen. Vorbeugend Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor und UVA und UVB Filter anwenden, gefährdete Körperstellen durch Textilien abdecken. Kühlende Umschläge, kortisonhaltige Cremes oder Antihistaminika helfen im Ernstfall.
3. Sonnenstich Erste Anzeichen sind Schwindel, Übelkeit, roter Kopf, Kopfschmerzen. Den Betroffenen im Schatten mit erhöhtem Kopf lagern, Kopf und Nacken kühlen, gegebenenfalls in die stabile Seitenlage bringen. Bei Bewusstlosigkeit sofort einen Notarzt verständigen.
4. Insektenstiche Generell gilt: kühlen. Feuchte Tücher lindern den Juckreiz und lassen die Schwellung abklingen. Bienenstiche sind aufgrund der Widerhaken am Stachel tückischer. Lässt sich der Stachel nicht entfernen, besser einen Arzt aufsuchen. So auch bei Wespenstichen: wird die Rötung größer oder schwillt der Stich in kurzer Zeit deutlich an, sofort einen Arzt konsultieren.
Zeckenbiss: Je länger die Zecke Blut saugen konnte, desto größer wird ihr Körper. Entfernung der Zecke einem Arzt überlassen. Bei unsachgemäßer Entfernung kann der Kopf der Zecke in der Haut stecken bleiben, die Wunde sich entzünden
5. Magen-Darm-Beschwerden Bei Flüssigkeitsverlust viel trinken. Vorsicht: kein Leitungswasser! Warme Getränke (z.B. Kräutertee) beruhigen den Magen. Wärmeflaschen und sanfte Bauchmassagen wirken wohltuend.
6. Halsschmerzen Topfenwickel: Topfen dick auf ein Tuch streichen, um den Hals legen und mit einem Schal umwickeln. Mehrere Stunden einwirken lassen. Hilft besonders gut bei Kindern.
7. Fieber Wadenwickel: Tücher in lauwarmes Wasser tauchen, auswringen und um die Waden wickeln. Ein dickes Frotteehandtuch darüber und etwa 15 Minuten kühlen. dreimal wiederholen. Viel trinken nicht vergessen!

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