Entspannt Abnehmen

Die Erfolgs-Diät:

Entspannt Abnehmen

So viel Stress! Daher schnell ein Stück Schokolade. Oder besser zwei... Und schon weigert sich Ihr Körper, Fett zu verbrennen. Denn Kohlenhydrate wie Süßes, aber auch Weißmehl führen zu erhöhter Freisetzung des Blutzuckerhormons Insulin. Und solange Insulin im Blut schwimmt, stagniert die Lipolyse, die Fettverbrennung. Das Gleiche bewirkt Stress. „Auch er schickt den Zucker aus den Körperdepots ins Blut und lockt somit das Insulin“, weiß die deutsche Ernährungswissenschaftlerin und Bestsellerautorin Marion Grillparzer. Fazit: Stress macht dick.
Aus der Stress-Falle. In ihrem aktuellen Ratgeber verrät Grillparzer, wie man dickmachende Stresshormone überlistet und so neben einer Idealfigur zugleich an Gesundheit und Lebensfreude gewinnt. Studien zeigen: Ein hoher Stresshormonspiegel erhöht den Zuckerhunger auf das Dreifache. Dauerstress bedeutet zudem hohe Cortisol-Werte im Blut, die wiederum die Schilddrüse bremsen: Man ist müde und schlapp. Stresshormone hemmen außerdem die Produktion des Glückshormons Serotonin – unser natürlicher Appetitzügler.


Besser essen

Der Weg aus der Stressfalle lautet daher: lernen zu entspannen und ­„GLYXen“ (kommt vom Begriff „Glykämischer Index“). Vereinfacht gesagt bedeutet das: mehr Eiweiß (wie Fisch, Geflügel oder Hüttenkäse) und nur jene Kohlenhydrate essen, die das Insulin im Blut möglichst wenig und langsam ansteigen lassen. Dazu zählen Vollkornprodukte, Gemüse oder saure Früchte.  
Zugreifen! Wichtig sind auch jede Menge Vitalstoffe, die stressbedingte Entzündungsreaktionen im Körper stoppen. Ideal sind zwei Portionen Seefisch pro Woche sowie täglich ein Löffel Leinöl (beides liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren), jeden Tag ein Becher Naturjoghurt (für einen fitten Darm), frische Kräuter und Gewürze, pro Tag 600 bis 800 g buntes Gemüse, zwei Portionen Obst und 30 g Nüsse und Samen. Zwei besonders köstliche und gesunde Rezepte finden Sie rechts.
So nehmen Sie ab. Essen nach dem GLYX-Prinzip reguliert den Blutzucker und mit ihm das Heißhunger-Hormon Insulin: Eiweiß und gesunde Fettsäuren beugen Entzündungen vor und erhöhen die Stressresistenz. Effektiv sind auch simple Kleinigkeiten. Wie zum Beispiel abends ab und zu (muss nicht jeden Tag sein!) die Beilage, das Dessert oder das Bier weglassen. Dadurch baut das Wachstumshormon über Nacht Fett ab und Muskeln auf.

Mobil werden
Zwei weitere Bausteine zum Schlank-Erfolg sind Meditation (ist hochwirksam gegen Stress und negative Gefühle) und Bewegung. Yoga (siehe Übungen rechts) fördert die Liebe zum eigenen Körper – Grundvoraussetzung für ein schlankes Leben. Günstig sind auch rhythmische Sportarten wie Joggen, Tanzen oder Trampolinspringen: Schon nach einer Viertelstunde wird ein gelöster Zustand (genannt „Flow“) erreicht – und man kann wieder klarer denken. Wichtig ist, dass der Sport Sie nicht zusätzlich stresst. Suchen Sie sich daher eine Bewegungsart, die Ihnen wirklich Spaß macht. Wie Sie diese finden? Ausprobieren!

Die 8 Schlankgeheimnisse 1/8
1. Protein-Start. Essen Sie bei jeder Mahlzeit immer erst eine kleine Portion Eiweiß (wie Käse, Fisch, Ei) – das bremst den Hunger.
2. Immer dabei. Haben Sie stets einen Protein-Snack für den „Hunger zwischendurch“ parat: Buttermilch, ein Stück Putenbrust, ein Joghurt oder Hüttenkäse.
3. Kein Fast Food. Essen Sie nichts, in das Sie nicht wenigstens ein bisschen Zeit investiert haben.
4. Keine Kalorien zählen! Das macht nachweislich dick. Denn Kalorie ist nicht gleich Kalorie. Achten Sie ­lieber auf genug Eiweiß, essenzielle Fettsäuren (in Lachs, Distel- oder Olivenöl) und ausreichend Gemüse.
5. Realistisch. Setzen Sie sich keine utopischen Ziele: „Keine Süßigkeiten mehr!“, ist Nonsens. Essen Sie weniger, stressfreier und bewusster. Realistisch sind ein bis zwei Kilo weniger pro Woche.
6. 70:30. Wer sich zu 70 % von dem ernährt, was die Natur auftischt, dem schaden auch die 30 % Genussmittel aus der Fabrik nicht.
7. Trick. Heißhunger? Er ist nur dann echt, wenn er nach Ablenkung (Internetsurfen, Telefonieren) nicht nach fünf Minuten verschwindet.
8. Clever. Was man mag, kann man nicht einfach streichen. Aber gesündere Alternativen suchen: Apfelsaft gespritzt statt Cola, Bitter- statt Vollmilchschokolade.

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