Welt-Krebs-Tag

Das ist der Code gegen den Krebs

04.02.2013

Seit 1987 unverändert gültig. Nichtrauchen an oberster Stelle.

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Welt-Krebs-Tag 2013: Die EU verwies in diesem Zusammenhang auf ihren "Europäischen Code gegen Krebs ", der - erstellt durch Fachleute im Jahr 1987 - unverändert Gültigkeit besitzt. Ganz oben in der Prioritätenliste der Dinge, die jeder Mensch persönlich zur Vermeidung bösartiger Erkrankungen tun kann, steht das Nichtrauchen . Die komplette Liste:

   - Nichtrauchen

   - Übergewicht vermeiden

   - Jeden Tag ausreichend intensive Bewegung bzw. körperliche Aktivität

   - Mehr tägliche Aufnahme von Gemüse und Obst

   - Reduktion des täglichen Alkoholkonsums

   - Vermeidung von zu starker Sonnenlicht-Exposition

   - Vermeidung von Exposition gegenüber krebserzeugenden Substanzen

   - Frauen über 25 sollten zur Abstrichuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs gehen

   - Frauen über 50 sollten sich am Brustkrebsscreening beteiligen

   - Männer und Frauen über 50 sollten zur Koloskopie-Untersuchung auf Darmkrebs gehen

   - Jeder sollte gegen die Hepatitis B geimpft sein

7,1 Millionen Krebs-Neuerkrankungen
Die Weltgesundheitsorganisation geht derzeit von 7,1 Millionen Krebs-Neuerkrankungen pro Jahr aus. Bis 2030 soll diese Zahl auf jährlich 13 Millionen Patienten ansteigen. Pro Jahr werden in Österreich rund 20.000 Männer und 18.000 Frauen mit einer Krebsdiagnose konfrontiert, bei jährlich rund 9.000 Frauen und 10.000 Männern führt eine solche Erkrankung zum Tod. Damit ist Krebs für etwa ein Viertel der Todesfälle verantwortlich. Die Heilungsrate für alle diese bösartigen Erkrankungen liegt bei 61 Prozent.



Raucherschäden
In den vergangenen Tagen hat auch die österreichische Ärzteinitiative gegen Raucherschäden mehrmals auf den Tabakkonsum als wichtigsten Risikofaktor für Krebs hingewiesen. So schrieb der Chef der Initiative, der Wiener Umwelthygieniker Manfred Neuberger: "Zahlreiche Risikofaktoren sind inzwischen bekannt: Fehler bei der Ernährung, zu wenig körperliche Aktivität und Übergewicht, zu viel Sonne, Virusinfekte, Alkohol und allem voran der Tabakrauch."

In Sachen Rauchen gebe es deutlichen Nachholbedarf: "Gerade beim Tabakrauch kommt dem Staat eine besondere Verantwortung zu. Österreich schützt Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor diesem Suchtmittel." In Deutschland sei die Raucherquote in der Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen bereits um die Hälfte gesunken. Diese Entwicklung habe sich in Österreich nicht eingestellt.

 Neuberger: "Rauchen in der Öffentlichkeit ist noch immer die Norm, in der Mehrzahl der Lokale wird geraucht. Die Vorbildwirkung auf Minderjährige ist katastrophal. Mit 17 raucht bereits ein Drittel täglich, nur wenige kommen wieder davon los. Rauchende Teens sind ein alltägliches Bild, wir haben uns daran gewöhnt. Man bezeichnet Zigaretten als legales Genussmittel, und verharmlost damit, dass nahezu ein Drittel aller Krebserkrankungen durch Tabakrauch verursacht werden."

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