Das hilft bei Nackenschmerzen

Vorbeugen & lockern

Das hilft bei Nackenschmerzen

Etwa eine halbe Million Österreicherinnen und Österreicher leidet im Laufe eines Jahres mindestens einmal an Nackenschmerzen.1 Was hilft wirklich gegen die Beschwerden? - diese Frage stellen sich wohl Betroffene und Ärzte gleichermaßen. Eine kritische Analyse der Studien zum Thema, durchgeführt von NetDoktor mit der auf solche Bewertungen spezialisierten Cochrane Collaboration, ergibt einige Überraschungen und einen klaren "Testsieger".

So beugen Sie dem steifen Nacken vor: 1/4
Seiten-Strecker Um die seitlichen Halsmuskeln zu dehnen und die Wirbelsäule zu mobilisieren, legen Sie die rechte Hand auf die linke Schulter und neigen Sie Ihren Kopf nach rechts. Dann ziehen Sie Ihre linke Seite ganz bewusst von der Schulter weg. Mit der rechten Hand drücken Sie Ihre linke Schulter fest nach unten. Zählen Sie bis 30 und richten Sie Ihren Kopf wieder auf. Dann wiederholen Sie diese Übung auf der anderen Seite.
Neigen & Drehen 1/2 Um Verspannungen zu lösen und den Nacken zu dehnen, setzen Sie sich aufrecht hin, den Blick nach vorne richten und die Schultern nach unten ziehen, dann drehen Sie den Kopf seitwärts und halten diese Position 10 Sekunden, drehen Sie den Kopf weiter und halten Sie wieder 10 Sekunden. Das selbe mit der anderen Seite wiederholen.
Neigen & Drehen 2/2 Jetzt drehen Sie den Kopf wieder zur Mite und ziehen Kinn und rechtes Schulterblatt nach unten, während Sie auf den Boden blicken. 30 Sekunden halten und nach einer kurzen Auflockerung auf der anderen Seite wiederholen.
So lockern Sie Ihre Schultern Schultern beim Einatmen heben, beim langsamen Ausatmen wieder absenken. Dabei stellen Sie sich vor, wie die Verspannungen von Ihnen fallen. Wiederholen Sie das 7 Mal.


Therapieoptionen bei Nackenschmerzen gibt es viele: Sie reichen von Schmerztabletten, Injektionen und Akupunktur bis hin zu Wärmebehandlungen und Massage. Der Frage, welche Therapien am vielversprechendsten sind, ist nun die Gesundheitsplattform Netdoktor gemeinsam mit der österreichischen Zweigstelle der Cochrane Collaboration nachgegangen. Insgesamt flossen in die Recherche zum Thema Nackenschmerz 14 Übersichtsarbeiten mit den Resultaten von rund 200 Studien ein.

Was wirkt, was nicht?
Bei Nackenschmerzen wird oft zu gängigen Schmerzmitteln in Tablettenform wie etwa nicht-steroidalen Antirheumatika (z.B. Acetylsalycylsäure, Diclofenac oder Ibuprofen) oder Paracetamol gegriffen. Eine ausführliche Literaturrecherche zeigt jedoch, dass ihre Wirkung bei Nackenschmerzen nur unzureichend untersucht ist. Für die rezeptpflichtigen Schmerzmittel aus der Wirkstoffgruppe der Opioide liegen gar keine Untersuchungen vor. Einige Studien gibt es hingegen zur Wirkung von muskelentspannenden Mitteln, sogenannten Muskelrelaxantien. Ob sie Nackenschmerzen tatsächlich verbessern, dazu liefern diese Studien aber widersprüchliche Ergebnisse. Die Wirksamkeit von Schmerztabletten ist also im Großen und Ganzen unklar. Und noch eine Überraschung zeigt die Recherche: Auch die Wirksamkeit von Massagen und Stromtherapien, die bei Nackenschmerzen gerne gemeinsam verschrieben und von der Krankenkasse finanziert werden, ist nicht bewiesen.

Als sicher wirksam hat sich lediglich die Kombination von Heilgymnastik und manueller Therapie (Mobilisations- oder Manipulationstechniken wie etwa die Chiropraktik) herausgestellt. Zusammen mit einer manuellen Therapie kann durch heilgymnastische Übungen eine nachhaltige Besserung bei Nackenschmerzen erreicht werden.

Akupunktur
Gut schnitten in der Wirksamkeitsbeurteilung auch die Akupunktur (bei chronischen Nackenschmerzen) und lokale Injektionen mit Betäubungsmitteln ab. Zwei alternativmedizinische Behandlungsformen -die Osteopathie und verschiedene Pflanzenzubereitungen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin - könnten ebenfalls wirksam sein.

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