Das gefährdet Ihre Gesundheit

Blutdruck, Rauchen, Alkohol

Das gefährdet Ihre Gesundheit

Hoher Blutdruck ist einem neuen Bericht zufolge die weltweit größte Gesundheitsgefahr, gefolgt von Rauchen und Alkohol. Die drei Faktoren haben sogar Hunger im Kindesalter als Risiko überholt, wie es in der "Global Burden of Disease Study 2010 (GBDS 2010)" heißt. Nach den Statistiken starben weltweit mehr als neun Millionen Menschen 2010 an den Folgen von Bluthochdruck.

Zehn Jahre nach dem ersten Bericht in dieser Form wurde die neue, umfangreiche Studie am Donnerstag in London vorgestellt und von der Medizin-Zeitschrift "The Lancet" veröffentlicht. 486 Autoren aus 50 Ländern haben daran mitgearbeitet. Unter anderem ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beteiligt.

Machen Sie den Blutdruck-Test: 1/16
Trinken Sie jeden Tag mehr als 2 Flaschen Bier oder 2 Viertel Wein?
  • A. Ja (2 Punkte)
  • B. Nein (0 Punkte)
Essen Sie viel Obst und Gemüse und wenig tierische Produkte?
  • A. Ja (0)
  • B. Manchmal (1)
  • C. Nein (3)
Haben Sie manchmal in Ruhephasen unerklärliches Herzklopfen?
  • A. Ja (6)
  • B. Manchmal (2)
  • C. Nein (0)

 
Haben Sie Übergewicht? Wenn ja, um wie viel wiegen Sie zu viel?
  • A. Nein (0 Punkte)
  • B. Zw. 3 und 10 kg (3)
  • C. Mehr als 10 kg (5)
Stehen Sie beruflich und/oder privat unter Daueranspannung?
  • A. Ja (4)
  • B. Manchmal (2)
  • C. Nein (0)
Bedrückt Sie insgeheim etwas, über das Sie nie sprechen?
  • A. Nein (0)
  • B. Ja (2)
Rauchen Sie? Wenn ja, wie viel rauchen Sie täglich?
  • A. Nein (0)
  • B. 5–10 Zigaretten (2)
  • C. Über 10 Zigaretten (5)
Leiden Sie oft unter Kopfschmerzen oder Ohrensausen?
  • A. Ja, öfters. (6)
  • B. Hin und wieder (2)
  • C. Nein (0)
Hat oder hatte ein Elternteil oder naher Verwandter Bluthochdruck?
  • A. Ja, mehrere (2)
  • B. Ein Elternteil (1)
  • C. Nein (0)

Haben Sie einen unruhigen Schlaf oder schlafen Sie schlecht?
  • A. Ja, sehr oft. (3)
  • B. Nur bei Stress (2)
  • C. Nein (0)
Männer: Haben Sie seit einiger Zeit Probleme mit der Erektion?
  • A. Ja (2)
  • B. Nein (0)
Sind Sie regelmäßig sportlich aktiv (1-mal pro Woche)?
  • A. Nein (4)
  • B. Nur im Urlaub (2)
  • C. Ja (0)
Gönnen Sie sich im Alltag kleine Ruhepausen? Schalten Sie mal ab?
  • A. Sehr selten (4)
  • B. Hin und wieder (2)
  • C. Ja, regelmäßig (0)
Machen Sie Yoga, Meditation oder eine Art von Entspannungstraining?
  • A. Ja, regelmäßig (0)
  • B. Nein, nie (3)
  • C. Ab und zu (1)
Indianer kennen keinen Schmerz – ignorieren Sie auch Schmerzen?
  • A. Oft (3)
  • B. Manchmal (1)
  • C. Nein (0)
Test-Auswertung
  • Bis 10 Punkte: Sie haben vermutlich keinen erhöhten Blutdruck. Vergessen Sie trotzdem nicht auf regelmäßige Kontrollen – der Wert kann im Alter steigen.
  • 11-20 Punkte: Diese Punkteanzahl und ein Blutdruck von mehr als 120/80 erhöhen Ihr Risiko für Hypertonie. Tipp: salzarme Kost und Gewichtsabnahme.
  • Mehr als 20 Punkte: Sie sollten schleunigst Ihren Lebensstil ändern. Ein ständig erhöhter Blutdruck belastet die Arterien. Entspannen Sie doch mal!


Risikofaktoren
Zwar variierten die Gefahren in den unterschiedlichen Regionen der Welt, erklärte Majid Ezzati vom Imperial College London, der am Bericht mitgearbeitet hat. "Insgesamt können wir aber eine wachsende Belastung für Risikofaktoren erkennen, die bei Erwachsenen zu chronischen Krankheiten führen, wie Krebs, Herzproblemen und Diabetes. Gleichzeitig sinkt der Druck durch Risiken, die mit Infektionskrankheiten bei Kindern in Verbindung gebracht werden."

Fettleibigkeit

In den vergangenen zehn Jahren ist Fettleibigkeit zum wachsenden Problem geworden. Lag diese 1990 noch auch Platz 10, ist sie nun auf Platz 6 in der Welt. Mehr als drei Millionen Todesfälle seien 2010 auf einen zu hohen Body-Maß-Index (BMI) zurückzuführen gewesen. Besonders problematisch ist die Lage dem Bericht zufolge in Australien und Lateinamerika. In Südasien gehört Luftverschmutzung durch schädliches Heizmaterial weiterhin zu den größten Risiken.

 "Die gute Neuigkeit ist, dass wir sehr viel tun können, um die Gesundheitsrisiken zu reduzieren", sagte Ezzati. Im Kampf gegen Bluthochdruck etwas müsse der Salzgehalt von Lebensmitteln gesenkt und der Zugang zu frischem Obst und Gemüse verbessert werden. Mangelernährung sei in den vergangenen zehn Jahren weniger geworden. In Afrika sei sie aber weiterhin ein großes Problem.
 

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