Hyperactive

Biologisches Alter senken durch Sport

Challenge: Wie man sich in zwei Monaten um zwei Jahre verjüngt

Fitness im Dienste des Anti-Aging. MADONNA-Redakteurin absolvierte das ‚härteste Bootcamp Wiens‘.

Ab einem gewissen Alter treten die gesundheitlichen Aspekte von Bewegung in den Vordergrund. Machte man in jüngeren Jahren Sport, um die Figur zu optimieren, dient das Training ab 30+  bei vielen vornehmlich der Altersvorsorge und dem Gewichtsmanagement.  Ab diesem Alter schrumpft unsere Muskelmasse nämlich alle 10 Jahre um durchschnittlich 3 Kilogramm. Um die Muskelmasse zu erhalten –  und den Stoffwechsel auf einem gesunden Level zu halten– ist regelmäßiger Sport unumgänglich.  Aus diesem Grund erfährt das Gewichtstraining in seinen vielen Varianten ein Revival. Das Zirkeltraining ist plötzlich wieder Trend, so auch im dritten Wiener Gemeindebezirk. Bei „Hyper Active“ wird das gemeinschaftliche Schwitzen mit Hanteln, Kettlebells und Seilen für die Teilnehmer zur süchtigmachenden Grenzerfahrung. MADONNA-Redakteurin Patricia - eine mäßig fitte Mittdreißigerin – hat acht Wochen lang durchgebissen.

Acht Wochen Kraft- und Ausdauer-Training

Doch bevor sie Kilos stemmte und mit der Erdanziehung rang, kam der Schreck in Form einer  „41“, welche auf der Spezialwaage bei der ersten Körperanalyse blinkte. Damit waren freilich nicht die Kilos, sondern das Stoffwechselalter gemeint. Die Mission: Anti-Aging, aber bitte von innen! Täglich entscheiden wir, ob wir in unsere Gesundheit investieren oder nicht. Bewegung und Ernährung sind dabei die dominierenden Themenkreise. Überschüssige Pfunde belasten den Körper und tragen zur vorzeitigen Alterung bei  –  mehr als wir glauben.  „Training und sportliche Bewegung in richtigem Maß und den richtigen regenerativen Maßnahmen führt zu einem überproportional leistungsfähigen Körper im Verhältnis zu anderen Menschen im gleichen Alter“, sagt Markus Jagoditsch,  diplomierter Sportwissenschaftler und Gründer von „Hyper Active“.

Markus und Julia Jagoditsch von „Hyper Active“

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Regelmäßigkeit ist dabei von größter Wichtigkeit: „Ein absolutes Minimum an Bewegung zwei Mal pro Woche - alles andere hat über lange Sicht gesehen keinen langfristigen positiven Anpassungs-Effekt auf unseren Organismus.“ In seinem Studio  werden physische Eigenschaften wie Kraft, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Balance und Koordination im Rahmen eines funktionellen Trainings im Zirkel optimiert. Unterstützt wird er dabei von seiner Frau Julia, die den Bootcamp-Teilnehmern mächtig einheizt, damit diese schnelle Erfolge erzielen können: „Wenn die Ergebnisse nicht schnell im Spiegel zu sehen sind, geben viele zu schnell auf. Dabei sollte es sich jeder zur ‚Lebensaufgabe‘ machen,  in Bewegung zu sein“, so ihr Credo.

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Mit treibenden Beats und motivierenden Kommandos sorgt sie dafür, dass jeder an sein Limit geht.  Nur 60 Minuten dauert eine Einheit, doch diese Stunde hat es in sich. „Das härteste Training, das ich je absolviert habe“, sagt Patricia nach der ersten Einheit. Und auch nach acht Wochen kommt sie immer noch ins Schwitzen, meistert die Übungen aber mit größerer Wendigkeit und höherer Belastung.

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Dem Ziel ein Stücken näher

Zwei Monate nach dem ersten Training stellt sich der erste Erfolg ein: ‚39‘ zeigt die Anzeige – zwei biologische Jahre wurden dazugewonnen. Muskelmasse wurde aufgebaut, die Körperumfänge konnten reduziert werden, ganz ohne Diät. Das Ziel bis Jahresende steht schon fest: Ein Stoffwechselalter von 30 lautet die Benjamin-Button-Mission.  Die Natur lässt sich zwar nicht aufhalten, aber die Geschwindigkeit, in der wir älter werden, lässt sich beeinflussen.