Bitte keine Sonnenallergie!

Juckende Pusteln

Bitte keine Sonnenallergie!

Da freut man sich wochenlang auf Strand und Meer und dann bekommt man schon nach wenigen Stunden in der Sonne juckende Pusteln im Gesicht und am Dekolleté: Sonnenallergie-Alarm! Die kleinen Pickelchen können einem den Urlaub so richtig vermiesen. Wir sagen Ihnen, wie Sie einer Sonnenallergie am besten vorbeugen und was im Ernstfall zu tun ist.

Allergisch auf Sonne?
Bei einer Sonnenallergie kommt es einige Stunden nach Sonneneinwirkung zu Hautveränderungen: Rötungen, Knötchen, Bläschen, Juckreiz oder Brennen können auftreten. Da man im Sommerurlaub meistens einer deutlich intensiveren Sonneneinwirkung ausgesetzt ist, kommt es im Urlaub recht häufig zu einer Sonnenallergie. Besonders hellhäutige Personen und Menschen mit empfindlicher Haut sind von dieser Hautreaktion betroffen. Die Ursache liegt in einer Überempfindlichkeit gegenüber den UV-Strahlen des Sonnenlichts.

Es gibt verschiedene Arten von Sonnenallergie:
Polymorphe Lichtdermatose (PMD)
Die häufigste der Sonnenallergien betrifft vor allem Hautpartien, die noch nicht an die Sonne gewöhnt sind. Das sind zum Beispiel Ausschnitt, Schultern oder Nacken. Meistens treten Quaddeln, juckende Flecken oder Bläschen auf. Dafür verantwortlich ist die UVA-Strahlung. Zur Vorbeugung wird die Einnahme von Beta-Carotin, bereits vor Reiseantritt, empfohlen.

Mallorca Akne

Mallorca-Akne ist eine Sonderform der Sonnenallergie. Sie tritt häufig während des Urlaubs im Süden auf. Es handelt sich hierbei aber nicht um eine echte Allergie, sondern um eine Unverträglichkeit. Sie tritt durch Reaktionen zwischen dem UV-Licht der Sonne und Inhaltsstoffen der Sonnenschutzmittel oder anderer Körperpflegemittel auf. Auf Hals, Nacken, Schultern oder Rücken entstehen kleine akneartige Knötchen. Zur Vorbeugung empfiehlt sich die Verwendung von Sonnengelen mit einem hohen UVA-Lichtschutz. Da für diese Hautreaktion vorm allem Emulgatoren verantwortlich sind, sollten Sie fetthaltige Mittel meiden. Achten Sie bei der Wahl des Sonnenschutzes auf Angaben wie "emulgatorfrei", "fettfrei" oder "Gel".

Photoallergische Reaktionen
Viele Stoffe bilden durch Reaktion mit dem Sonnenlicht Abbauprodukte, die Allergien oder Hautverfärbungen auslösen können, was als "photoallergische Reaktion" bezeichnet wird. Hierzu zählen zum Beispiel bestimmte Arzneimittel (z.B. Antibiotika), oder der Kontakt mit manchen Pflanzen (Sellerie, Petersilie, Zitrusfrüchte), sowie Parfums.

So schützen Sie sich vor einer Sonnenallergie:

Das hilft Sonnen-Allergikern 1/11
Meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung!
Öfter mal in den Schatten! Allerdings sind die UV-Strahlen stark genug, um auch hier photoallergische Reaktionen zu verursachen.
Meiden Sie die Mittagssonne! Von 12 bis 15 Uhr sollen Sie eine Strandpause einlegen.
Tragen Sie leichte Kleigung aus Naturfasern!
Benutzen Sie fettarme und emulgatorarme Pflegeprodukte
Verzichten Sie beim Sonnenaden auf Parfums, Seifen und Rasierwasser
Benutzen Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor
Achten Sie bei der Auswahl der Sonnenschutzmittel darauf, dass statt eines chemischen eher ein physikalischer Lichtschutz (mineralische Filter, Mikropigmente wie Titandioxid oder Zinkoxid) verwendet wird!
Wenn Sie Medikamente nehmen müssen, dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Wechselwirkungen
Besonders Kinder müssen vor der Sonne geschützt werden!
Hat es Sie dennoch erwischt, können Sie den Juckreiz mit kühlenden Antihistaminika- oder rezeptfreien Kortison-Gels lindern.

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