Bewusstsein für COPD gestiegen

Lungenkrankheit

Bewusstsein für COPD gestiegen

Rund 32.000 Personen haben aktiv auf der Homepage Informationen gesucht, 1.057 sind dem Angebot zu weiterer Expertenhilfe gefolgt. Diese Zahlen wurden am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich des Welt-COPD-Tages am 20. November von der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) präsentiert. Laut den Daten wächst das öffentliche Bewusstsein für die Lungenkrankheit stark.

400.000 Österreicher betroffen

Schätzungen zufolge sind 400.000 Österreicher betroffen, etwa eine Million haben ein erhöhten Risiko an dieser "zerstörenden Lungenkrankheit" zu erkranken. Bekannt war COPD allerdings wenig. "Eines der beginnenden Symptome der Erkrankung ist Husten, aber da es ein sehr häufiges Symptom ist, wird selbst der chronischer Husten als Warnsignal wenig wahrgenommen", so Sylvia Hartl, Past Präsidentin der ÖGP. Um das zu ändern, wurde seit März die ÖGP-Initiative "Atmenstatthusten" in Fernsehen und Internet beworben. Fazit: Ein laut Hartl "Mut machender Erfolg".

Die Homepage verzeichnete seit Kampagnenstart 32.000 Besucher. "Über tausend haben auch um Rat gefragt, indem sie eine E-Mail gesendet haben und dort ihre Symptome geschildert haben", beschrieb Hartl. Eine von der ÖGP in Auftrag gegebene repräsentativen Umfrage zeige vor allem eines: Die Bekanntheit der Lungenkrankheit ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Gegenüber neun Prozent im Jahr 2003 gaben heuer 40 Prozent der Befragten an, von COPD schon gehört zu haben.

Online-Selbsttest
Als weiterer Schwerpunkt wurde ein Online-Selbsttest zur persönlichen Risikoberechnung erstellt. Dieser Service wurde laut ÖGP von 11.577 Menschen genutzt. Mehr als 62 Prozent hätten dabei laut Auswertung ein "leicht erhöhtes Risiko". "Mehr als die Hälfte der Menschen hat ein leichtes Risiko, was alleine durch das Rauchen und die Hustensymptomatik hervorkommt", erklärte Hartl die Ergebnisse. 12,2 Prozent würden ein "deutlich erhöhtes Risiko" auf COPD aufweisen, bei 21 Prozent seien "keine Hinweise" auf die Krankheit gegeben. Interessantes Detail: 4,1 Prozent der Getesteten sind Raucher, bei denen aber "keine Hinweise" auf COPD gegeben seien.

Um COPD-Patienten besser zu unterstützen, soll ab 2014 eine kostenlose App für Android und iOS die Betroffenen begleiten. Neben persönlichem COPD-Tagebuch sollen auch Erinnerungen an Medikamenteneinnahme, Arzttermine oder Atemübungen eingespeichert werden können. Die App soll so als mobiler Patientenpass fungieren.
 

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