Schulstart lässt Grippezahlen explodieren

Bald 450.000 krank

Schulstart lässt Grippezahlen explodieren

Wien. 250.000 Österreicher liegen derzeit mit Grippe im Bett. Aber Mediziner warnen: Die Influenza wird schon in dieser kommenden Woche noch heftiger um sich greifen.

Ganze Büros sind schon jetzt wegen Krankenständen leer gefegt. Auch Politiker und Promis sind betroffen: EU-Abgeordneter Othmar Karas (ÖVP) hatte sie schon, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat sie eine ganze Woche lang gequält, und Dirigent Franz Welser-Möst musste wegen ihr sogar den Opernball absagen – die Grippe.

So beugen Sie der Grippe vor 1/20
Tipp 1 - Hände waschen hält Keime fern.
Tipp 2 - Wechselduschen regen Kreislauf an, härten ab.
Tipp 3 - Handschuhe tragen und sich damit nicht ins Gesicht fassen.
Tipp 4 - Lachen erhöht die Zahl der Anti-Körper und kräftigt das Immunsystem.
Tipp 5 - Zigarettenrauch vermeiden um empfindliche Atemwege zu schützen.
Tipp 6 - Kräutertees mit Ingwer, Holunder oder Lindenblüten stimulieren das Immunsystem.
Tipp 7 - Viel Wasser trinken versorgt Haut und Schleimhäute mit Feuchtigkeit – wirkt als Barriere gegen Viren und Bakterien.
Tipp 8 - Vitamin C und Zink stärken die Immunabwehr! In Orangen, Äpfel, Kiwis und Brokkoli
Tipp 9 - Saunieren macht Körper widerstandsfähiger.
Tipp 10 - Joghurt stimuliert das Immunsystem.
Tipp 11 - Grippeimpfung schützt nach einer Woche.
Tipp 12 - Schlafen hilft Wer wenig schläft ist anfälliger für die Grippe.
Tipp 13 - Wasserschüssel auf der Heizung befeuchtet trockene Innenraumluft.
Tipp 14 - Zimmerpflanzen helfen gegen trockene Luft.
Tipp 15 - Abstand von Erkrankten halten!
Tipp 16 - Sport schafft Wärme. Optimal: Dreimal 30 Minuten pro Woche.
Tipp 17 - Alkohol jetzt dringend vermeiden!
Tipp 18 - Sex steigert die Immunabwehr um 30%.
Tipp 19 - Stress schwächt den Körper und sollte vermieden werden.
Tipp 20 - Fußbäder regen jetzt die Durchblutung an.

490.000 Schüler heute zurück aus den Ferien
„Den Höhepunkt der heurigen Grippewelle erwarte ich mir diese oder nächste Woche“, erklärt Sozialmediziner Michael Kunze im Gespräch mit ÖSTERREICH. Insgesamt werden mehr als 400.000 Opfer erwartet. 1.000 Menschen werden an den Folgeerscheinungen der Influenza sogar sterben!

Kinder und chronisch Kranke müssen aufpassen
Der Hauptgrund für den erwarteten Anstieg: Nach dem Ende der Semesterferien in Wien, NÖ und Vorarlberg strömen heute wieder 490.000 Kinder und Jugendliche in die Schulen. Und auf engstem Raum wird sich die Influenza rasant verbreiten. „Für die Viren wird das köstlich“, so Kunze. Gerade auf das obligatorische Begrüßungsbussi sollte man in dieser Woche also lieber verzichten. Denn schneller kann sich die Grippe kaum übertragen.

Zugleich ist das H1N1-Virus heuer stärker als noch im Vorjahr. Besonders Kinder, chronisch Kranke oder solche mit einem angeschlagenen Immunsystem sollten achtgeben. Und: Wenn es einen doch erwischt hat, sollte man rasch handeln.

Tipp: So killt man Viren
Service.
Gegen die Virusgrippe – im Unterschied zu bakteriellen grippalen Infekten – gibt es nur ein Mittel, das halbwegs wirkt: Tamiflu.

Aber: Während es früher hieß, man müsse mit dem Medikament innerhalb der ersten drei Grippetage starten, gibt es jetzt neue Anweisungen – wenn man nicht in den ersten 48 Stunden zu Tamiflu greift, ist es zu spät. Und das Medikament wirkt kaum noch.

Tipps. Sollte man den Beginn einer Virusgrippe „verschlafen“, helfen nur noch Medikamente, welche die Symptome (Fieber, Kopfweh, Gliederschmerzen etc.) lindern – also etwa Mexa-VitC oder Parkemed (um nur zwei gängige Marken zu nennen).

Man muss rund 14 Tage Krankenstand einrechnen.

Autor: D. Müllejans
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