Keine Cellulite mehr

Natürliche Substanzen

Keine Cellulite mehr

Sie existiert vermutlich schon so lange, wie es Frauen gibt. Doch zum „Problem“ wurde Cellulite – so der Fachbegriff für „Orangenhaut“ – erst vor 40 Jahren, als sich die Stilbibel Vogue des Themas annahm.
Gut erforscht. Und damit einen Volltreffer landete. Denn was damals erstmals als „typisch weibliches Phänomen“ beschrieben wurde, ist mittlerweile besser erforscht als die Verbreitung von Schnupfenviren: 80 bis 90 Prozent aller Frauen sind von Cellulite betroffen. Bei den einen bilden sich die unschönen Dellen an Oberschenkeln, Po und Bauch bereits im Teenageralter, bei anderen erst später.
Wie es dazu kommt? Vereinfacht ausgedrückt: Indem sich Fettzellen durch das Bindegewebe hindurchdrücken und an der Hautoberfläche als Dellen sichtbar werden. Die Hauptursache für Cellulite bei Frauen – Männer sind davon so gut wie gar nicht betroffen –, ist die Dehnfähigkeit des Bindegewebes, was im Falle einer Schwangerschaft wichtig ist.
Kein Schicksal. Ob und in welcher Ausprägung dann die Orangenhaut entsteht, ist in erster Linie genetisch bedingt.  Dennoch ist Cellulite kein „Schicksal“ – und im Grunde halb so schlimm, weil man viel dagegen tun kann.
Das sieht auch die Wiener Dermatologin Sabine Schwarz so: „Cellulite ist keine Krankheit, sondern ein kosmetisches Problem. DIE Anti-Cellulite-Methode schlechthin gibt es nicht. Man muss auf mehren Ebenen ansetzen.“
Auf der kosmetischen sei zum Beispiel die Straffung des Bindegewebes durch Radiofrequenz möglich (ab 70 Euro). Auch Mesotherapie (ab 200 Euro) zeige gute Resultate (hier werden fettabbauende Substanzen tief in die Haut eingeschleust), ebenso der Abbau der Fettzellen durch Cavitationsultraschall (hilft ebenfalls, Fett zu reduzieren, ab 100 Euro). Schließlich könne man die Zirkulation und den Lymphfluss auch durch Endermologie (Methode zur Hautstraffung und Umfangreduktion, ab 45 Euro) anregen.
Anti-Cellu-Food. Als eine der Hauptursachen für schlaffe Haut gelten auch einseitige Ernährung und Crash-Diäten. Beides übersäuert den Organismus. „Säure- und zuckerreiche Substanzen wie rotes Fleisch, Limonaden oder Süßigkeiten sollte man der Figur zuliebe vermeiden oder zumindest reduzieren“, betont auch Hautspezialistin Sabine Schwarz. Vermehrt auf den Teller hingegen sollte vitamin- und mineralstoffreiche Kost, allen voran Obst und Gemüse.  Welche Nahrungsmittel für straffe Haut besonders empfehlenswert sind, sehen Sie im Kasten auf Seite 53.
Noch mehr Tipps. Neben Ausdauersport (siehe Seite 53) und Kräftigungsübungen wie Kniebeugen oder Liegestütz sind auch heiß-kalte Wechselduschen ein probates Mittel gegen Dellen: Sie regen die Durchblutung sowie den Stoffwechsel an. Duschen Sie Beine und Oberschenkel zuerst eine Minute mit warmem Wasser ab, danach 20 Sekunden kalt.
Auch Massagen fördern die Durchblutung und tun der Haut gut – sie wird dadurch elastischer. Besonders simpel, aber wirkungsvoll ist eine Zupfmassage: Einzelne Hautpartien zwischen zwei Fingern anheben und dann wieder fallen lassen! Straffende Cremes (siehe Kasten rechts) optimieren das Ergebnis.
Einfachstes Rezept für straffe Haut: Viel heißes Wasser oder Kräutertee trinken! Laut Ayurveda-Philosophie entschlackt heißes Wasser doppelt so stark wie kaltes.
Fehlt nur noch der Sommer!

Natürliche Substanzendie helfen 1/7
➧    Wassermelone Die kalorienarme Frucht schwemmt Giftstoffe aus dem Körper: Wie Gurken oder Spargel wirken saftige Melonen harntreibend und beugen so Wassereinlagerungen sowie schwammigem Gewebe vor.
➧    Papaya Die exotische Frucht ist voller Papain: Dieses Enzym wirkt verdauungsfördernd und entschlackend. Es spaltet zudem Eiweiß in Aminosäuren auf und aktiviert so den Muskelaufbau. Plus: Wie Kiwi oder Orangen enthalten Papayas viel Vitamin C, das bei der Vernetzung der kollagenen Fasern eine entscheidende Rolle spielt und die Haut strafft.
➧    Brokkoli Das grüne Gemüse steckt – wie auch Bohnen, Erbsen oder Kohlrabi – voller Kalium: Das Mineral reguliert die Säure-Basen-Balance, baut körpereigenes Eiweiß auf und aktiviert Enzyme, die am Fettabbau beteiligt sind. Vorsicht: Kochsalz sabotiert diesen Prozess. Daher: Sparsam würzen!
➧    Erdbeeren Helfen beim Entschlacken, da sie basisch wirken und somit den Säureüberschuss im Körper regulieren. Plus: Vitamin C für ein straffes Gewebe!
➧    Paprika Das Gemüse ist reich an Silizium: Das Spurenelement festigt das Bindegewebe und verstärkt dessen Spannkraft. Außerdem kann es Abbauprodukte an sich binden und für deren Abtransport sorgen.
➧    Lachs Unterstützt dank mehrfach ungesättigter Omega-3-Fettsäuren die Regeneration der Hautzellen.
➧    Bitterschokolade Dunkle Schokolade (Kakaoanteil mindestens 60%!) liefert Antioxidantien, die das Bindegewebe schützen.

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