Keine Angst vor diesen Untersuchungen!

Darmspiegelung und Co.

Keine Angst vor diesen Untersuchungen!

Bei den Worten "Darmspiegelung" oder "Kernspintomografie" stellt es Ihnen die Nackenhaare auf? Damit sind Sie nicht alleine! Kaum jemand geht locker und gut gelaunt zu diesen Untersuchungen, dabei könnten Sie Leben retten. Nicht immer reichen einfaches Abtasten oder Laborwerte aus, um abzuchecken, ob alles in Ordnung ist.

Mit Magen- und Darmspiegelungen oder einer Kernspintomografie kann ausgeschlossen werden, dass irgendwo verdächtige Zellen wachsen. Es kann aber auch eine mögliche Krankheit rechtzeitig entdeckt werden - umso größer sind dann auch die Heilungschancen.

Vor diesen Untersuchungen fürchten wir uns 1/3
Darmspiegelung Eine Darmspiegelung ist die zuverlässigste Methode, um Darmkrebs früh zu erkennen. Wird eine Erkrankung frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen sehr groß. Der Arzt kann Vorstufen von Darmkrebs während der Untersuchung entfernen.  Wenn Sie große Angst vor dieser Untersuchung haben, dann können Sie sich eine Kurznarkose geben lassen, dann verschlafen Sie die Darmspiegelung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber!
Magenspiegelung Bei der so genannten Gastroskopie wird der Verdauungstrakt mit Hilfe eines Endoskops untersucht. Der Arzt kann damit sowohl den Magen als auch die Speiseröhre und den Zwölffingerdarm von innen ansehen. Der flexible Schlauch wird durch den Mund über die Speiseröhre in den Magen eingeführt. Auch hier gibt es die Möglichkeit eines Beruhigungsmittels oder einer Kurznarkose.
Kernspintomografie Bei einer Kernspintomografie lassen sich auch Sehnen, Knorpel, Gehirn oder Rückenmark abbilden. Es werden kleinste Risse oder Tumore sichtbar. Wer Panik vor der Röhre hat, kann sich eine Beruhigungsspritze geben lassen. Sie sollten das vorab mit Ihrem Arzt abklären. Mittlerweile gibt es auch halb offene Geräte, da sollten auch Menschen mit leichter Platzangst keine Panik bekommen.

Darmspiegelung kann Leben retten
Eine Spiegelung des gesamten Dickdarms alle zehn Jahre ab dem Alter von 50 Jahren könnte das Krebsrisiko einer neuen US-Studie zufolge um 40 Prozent senken. Menschen mit an Dickdarmkrebs erkrankten Verwandten sollten sich allerdings noch häufiger untersuchen lassen, schreiben die Wissenschafter im "New England Journal of Medicine" vom Donnerstag. In dem Beitrag heißt es, bisher habe es nicht genügend Beweise dafür gegeben, in welchem Maß die Darmspiegelung Tumoren im unteren und oberen Dickdarm vorbeugen kann. Außerdem sei offen geblieben, wie häufig eine Darmspiegelung erfolgen müsse.

Die Verfasser der Studie, darunter Shuji Ogino von der Harvard University, analysierten die Daten von fast 89.000 Teilnehmern an zwei Langzeitstudien. Sie stützten ihre Schlussfolgerungen auf alle zwei Jahre zwischen 1988 und 2008 erhobene Fragebögen. Dabei hatten sie es mit 1815 Fällen von Dickdarmkrebs mit 474 Todesfolgen zu tun.

 Die Untersuchungen ergaben, dass sowohl die Spiegelung des gesamten Darms (Koloskopie) als auch die "kleine Darmspiegelung", die sogenannte Sigmoidoskopie (Spiegelung des letzten Dickdarmabschnitts vor dem Enddarm) gute Mittel der Prävention darstellen. Die Koloskopie sei allerdings effektiver. Hätten sich alle Teilnehmer der Untersuchung einer solchen unterzogen, wäre das Risiko auf Dickdarmkrebs um 40 Prozent gesunken.

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