Herzschwäche als Killerkrankheit

Gefährlich wie Krebs

Herzschwäche als Killerkrankheit

In Österreich leiden rund 250.000 Patienten an chronischer Herzschwäche (Herzinsuffizienz), in Europa sind es rund 28 Millionen. "Die Herzinsuffizienz ist eine bösartige Krankheit mit einer Prognose, die vergleichbar jener von vielen Krebserkrankungen ist", sagte vor einiger Zeit der Salzburger Spezialist Johann Altenberger, Vorsitzender einer entsprechenden Arbeitsgruppe der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft (ÖKG).

Rundum-Versorgung

Organisierte Rundum-Versorgung der Patienten durch Pflegepersonal, Hausärzte, Fachärzte und Krankenhäuser ist der beste Weg, um Leiden, Todesfälle und hohe Kosten zu vermeiden. Ein Problem, so die Wiener Spezialistin Irene Lang (Universitätsklinik für Innere Medizin II der MedUni Wien/AKH): "Fast 40 Prozent der Patienten, die erstmals einer der 31 österreichischen Herzinsuffizienz-Ambulanzen zugewiesen werden, leiden bereits an den Krankheitsstadien NYHA III oder IV (fortgeschrittenes bis sehr fortgeschrittenes Stadium)."

Die moderne medikamentöse Behandlung mit Beta-Blockern, ACE-Hemmern, Angiotensin-Rezeptor-Blockern etc. hat die Mortalität in den vergangenen Jahren deutlich verringert. Hinzu kommen implantierbare Geräte zur Resynchronisation der Herzkammern bzw. Schrittmacher mit Defibrillator-Funktion.

 Etwa 40 Prozent der Fälle von Herzinsuffizienz sind auf koronare Herzkrankheiten (z.B. der Zustand nach einem akuten Infarkt) zurückzuführen. Beim Rest rutschen die Betroffenen oft aufgrund von schlecht oder gar nicht behandeltem Bluthochdruck bzw. anderer nicht vermeidbarer Risikofaktoren langsam in eine Herzschwäche hinein.

Prävention
Wichtig wäre auch eine entsprechende Prävention: Etwa die Hälfte der Fälle von Herzinsuffizienz, bei der das Pumporgan langsam in seiner Leistung zu schwach wird, gehen auf nicht oder nur schlecht behandelte Hypertonie und auf koronare Herzkrankheiten (z.B. nach Infarkt) zurück. Darüber hinaus käme es auf eine möglichst engmaschige Versorgung der Betroffenen durch niedergelassene Hausärzte, Kardiologen und Krankenhäuser an. 70 Prozent der Kontrollen dieser chronisch kranken Patienten finden in Österreich laut der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft noch immer im Spital statt. Dabei bietet offenbar eine netzwerkartige Betreuung die besten Chancen auf optimale Therapie und Vermeidung unnötiger Kosten: Eine kanadische Studie hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen am besten ist.

Seit einigen Jahren gibt es auch Projekte zur telemedizinischen Betreuung der Herzinsuffizienz-Patienten. Ein solche Studie in der Steiermark wurde in Wien erst vor wenigen Tagen präsentiert. Im Rahmen der sogenannten INTENSE-HF-Studie werden 300 Probanden aufgenommen. Einmal im Monat bekommen sie Besuch von einem Betreuer. Die Hälfte von ihnen erhält ein Telemedizin-Set: Täglich messen die Patienten ihren Blutdruck, die Herzfrequenz und das Körpergewicht. Zusätzlich wird über Symbole das Wohlbefinden von den Kranken beurteilt und die Einnahme der Medikamente dokumentiert. Die Blutdruck-, Pulsfrequenz- und Gewichtsdaten werden per Near Field-Technologie an ein Smartphone gesendet - dieses schickt dann die gesammelten Informationen an die federführende Klinik. Bei Problemen nehmen Spezialisten noch am selben Tag Kontakt mit dem behandelnden Hausarzt auf, um eine Anpassung der Therapie zu beraten. Man will vor allem untersuchen, ob man mit einem solchen System die Hospitalisierungsrate und die Sterblichkeit senken kann.
 

Kleine Tricks, die gesünder machen 1/10
Fit ganz nebenbei Machen Sie einen großen Bogen um Lift und Rolltreppe. Jede Stufe lässt Sie länger leben und formt Ihre Beine. Auch der Kalorienverbrauch wird angekurbelt.
Bewegung Gehen Sie kurze Strecken zu Fuß. Wenn Sie morgens in die Arbeit oder zur U-Bahn spazieren kommt der Kreislauf besser in Schwung. Außerdem ist jede Minute Bewegung gesund.
Gehen Sie Shoppen! Bestellen Sie nicht übers Internet, sondern gönnen Sie sich eine ordentliche Shopping-Tour. Dabei legen Sie ganz nebenbei ein paar Kilometer zurück. Wer schwere Einkaufstaschen trägt, trainiert auch die Arme!
Putzen Sie! Beim Fenster putzen verbrauchen Sie Kalorien und halten Ihre Wohnung schön! Die Arme werden schlanker! Aber auch bei Staubsaugen, Bügeln und Betten überziehen purzeln die Kilos.
Fernseher abdrehen! Je mehr Zeit Sie vorm Fernseher verbringen, desto früher werden Sie sterben. Das sagt eine australische Studie. Jede Stunde vorm TV erhöht das Risiko, einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Dazu kommt auch noch, dass man sich beim Fernschauen meist ungesund ernährt. Also, abschalten und raus an die frische Luft!
Mehr Sex bitte! Lust auf zärtliche Stunden mit dem Partner? Gut so! Denn regelmäßiger Sex tut unserer Gesundheit gut - das belegen zahlreiche Studien. Regelmäßiger und vor allem guter Sex macht nicht nur zufrieden, sondern trägt auch zu einem langen, gesunden Leben bei. Menschen, die häufiger einen Orgasmus erleben, sind im Allgemeinen zufriedener mit sich selbst, ihrem Partner und ihrem sozialen Umfeld. Auch das Krebsrisiko vermindert sich bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr, denn dabei wird die Bildung des Sexualhormons Testosteron angeregt - ein Hormon, bei dessen Mangel Männer verstärkt an Depressionen leiden. Ein niedriger Testosteronspiegel gilt auch als Risikofaktor für Prostatakrebs.
Bitte küssen! Küssen ist die Superwaffe gegen Stress. Beim Küssen steigt der Herzschlag bei Männern auf 110 Schläge pro Minute, bei der Frau auf 108. Das bringt den Kreislauf in Schwung und fördert die Durchblutung. Auch die Lunge wird beim Küssen trainiert. Statt normaler 20 Atemzüge pro Minute sind es während des Kusses und kurz danach bis zu 60 Atemzüge .Küssen baut Stress ab, bekämpft depressive Zustände, Frustrationen und Ängste und wirkt auch gegen Kopfschmerzen und Co.
Obst und Gemüe nicht schälen Wer seinen Apfel oder seine Kartoffeln schält, wirft das Gesündeste eigentlich weg. Denn in der Schale stecken jede Menge Vitamine. Waschen Sie Obst und Gemüse lieber gründlich unter fließendem, kaltem Wasser. 
 Sonnenschutz verwenden! Schützen Sie Ihre Haut! Gehen Sie nur optimal geschützt in die Sonne. Hellhäutige und Ungebräunte sollten in der Sonne auf Produkte mit Faktor 50+ setzen. Der UV-Schutz tritt erst nach 30 Minuten ein. Das Mittel sollte gegen UVA und UVB-Strahlen schützen. Wer seinen Hauttyp kennt, kann sich besser schütze.
Freunde treffen Wer möglichst lange und gesund leben will, sollte seine Freundschaften pflegen. Nach einem Bericht des Männer-Lifestylemagazins "Men's Health" wurde in einer Studie der australischen Flinders University in Adelaide festgestellt, dass der Kontakt zu Freunden die Lebenserwartung des Menschen um bis zu 22 Prozent erhöht.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum