Immer mehr Grippe-Patienten im Bett

Grippewelle in Wien

Immer mehr Grippe-Patienten im Bett

Der Klimax in Österreichs Betten kam vergangene Woche entweder vom Schüttelfrost beim Anfiebern oder vom Schwitzen beim Abfiebern. Ersteres war offenbar häufiger der Fall: Mit rund 12.600 Neuerkrankungen an Influenza oder grippalen Infekten erreichte die saisonale Grippewelle in der Bundeshauptstadt Wien laut Gesundheitsamt (MA 15) einen neuen Höchststand - nach 10.800 Erkrankungen in der Woche davor.

50 Tipps gegen die Grippe 1/50
1) Echte Grippe

Bei echter Grippe (bis 40 Grad Fieber, starke Glieder- und Muskelschmerzen, trockener Reizhusten) sofort ins Bett.
2) Grippeimpfung

Beste Vorbeugung, aber Achtung: Geschützt ist man erst nach ca. 14 Tagen.
3) Häufig Hände waschen

Vor allem bei Kontakt mit bereits Erkrankten.
4) Immun-Drink

100 ml Orangensaft, 100 ml grüner Tee, 2 EL Sanddornsaft und 1 EL Honig mit 100 ml Molke mixen.
5) Hustenstiller gegen Reizhusten

Zitronensaft auf ein Stück Würfelzucker träufeln.
6) Kräutertee

Eukalyptus und Holunder beruhigen die Bronchien.
7) Küssen erlaubt

Viren werden nämlich von Magensäure abgetötet.
8) Thermophor

Wirkt wärmend und krampflösend.
9)  Topfenwickel

Wenn der Hals schmerzt: 500 Gramm Topfen einen halben Zentimeter dick auf ein dünnes Baumwolltuch streichen. Den Wickel auf Körpertemperatur erwärmen und um den Hals legen. Darüber kommt ein Handtuch. So lange einwirken lassen, bis der Topfen getrocknet ist.
10) Hustenlöser

Hustensaft z. B. von Silomat gegen Reizhusten.
11) Menschenansammlungen meiden

Schnupfen-Viren verbreiten sich immer durch Luft.
12) Keine kalten Füße

Können Schnupfen zum Ausbruch bringen.  
13) Kamille-Dampfbad

Ein Kamillenaufguss befreit Schnupfen-Nasen.
14 Nasensprays

Nasivin, Otrivin oder Fentrinol für Kinder.
15) Ausdauersport

Joggen und Nordic Walking in der Winterluft stärken das Immunsystem.
16) Kochsalzlösung

Bei drohender Nebenhöhlenentzündung: Drei- bis viermal täglich die Nase mit einer Kochsalzlösung spülen. Die Salzlösung reinigt und befeuchtet die Nase.
17)  Warmes Bier

Nur für Erwachsene: Warmer Hopfen wirkt schmerzlindernd, der Körper kommt ins Schwitzen und scheidet Giftstoffe schneller aus.
18) Gewürzter Kaffee

Gewürznelken zermahlen und gemeinsam mit Kaffee aufbrühen.
19) Vitamin C & Zink

In Paprika, Brokkoli, Kiwi, Orangen und Äpfeln.
20) Lindenblütentee

Hilft dem Körper, die Infektion auszuschwitzen.
21) Holunderblütentee

Top-Alternative zum Lindenblütentee.
22) Raumtemperatur

Bei Fieber Raumtemperatur senken, oft lüften.
23) Zwiebelwickel

Bei Ohrenentzündung Zwiebelwickel aufs Ohr legen oder Zwiebelsaft ins Ohr träufeln.
24)  Zigarettenrauch vermeiden

Schützt Atemwege und Schleimhaut.
25) Sonnenhutkraut

Der Saft aus diesem Kraut stärkt Abwehrkräfte und Immunsystem.
26) Papiertaschentücher immer wegwerfen

Reduziert die Ansteckungsgefahr!
27) Ingwer

Sorgt für Wärmegefühl, steigert Körpertemperatur.
28) Keine kühlenden lebensmittel.

Laut TCM-Medizin kühlen Südfrüchte wie Bananen, Grapefruits und Ananas den Organismus ab.
29) Suppen

Hühnersuppe ist Hausmittel Nr. 1 bei grippalem Infekt.
30) Warme Hände

Gelhandwärmer sorgen für wohlige Wärme.
31) Qigong

Entspannungstechnik aktiviert die Lebensenergie.
32) Bikram-Yoga

Yoga bei 38 Grad aktiviert das Immunsystem.
33) Viel trinken

Zwei bis drei Liter pro Tag sind ideal.
34) Fußbad

Füße in 35° C Grad Wasser tauchen, heißes Wasser dazugießen bis ca. 40° C.
35) Homöopathie

Aconitum D12, Apis D12 bei Halsweh.  
36) Aromatherapie

Je drei Tropfen Minz- und Nelkenöl auf ein Tuch träufeln und nachts neben das Kopfkissen legen.
37) Influbene

Erkältungsgetränk hilft bei Kopf- & Halsweh.
38) Idealer Hustentee

Je 20 g Spitzwegerichblätter, Eibischwurzel, Huflattichblätter, Lindenblüten und Efeublätter mischen lassen (Apotheke). 1 EL pro Tasse 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.
39) Arzneien

Schmerzlindernd wirkt Ibuprofen oder Paracetamol.
40) Viel Schlaf

Im Schlaf regeneriert sich das Immunsystem.
41) Kartoffelwickel

5 Kartoffeln kochen, zerdrücken, in Tuch wickeln und um Hals legen.
42) Gurgeln

6-mal täglich mit Salz, Kamille oder Salbei.
43) Vollbad

1–2 Esslöffel Thymianöl ins Badewasser.
44) Essigpatscherl

2/3 lauwarmes Wasser, 1/3 Essig. Socken darin einweichen, 15 Minuten anziehen!
45) Wassereis

Lindert Schmerzen bei starken Halsschmerzen.
46) Zitronenwickel

Kalte Zitronenwickel gegen Bronchitis.
47) Schüssler Salze

Z. B. Ferrum Phosphoricum (Apotheke). 
48) Akupressur

Druck-Massage neben dem Nasenflügel hilft bei verstopfter Nase.
49) Geduld

Eine Erkältung dauert 7 Tage, eine Grippe 2 Wochen.
50) Saunieren

Schwitzkuren machen den Body widerstandsfähiger.


"Schweinegrippe"-Pandemie
Bisher grassiert in Österreich vor allem das A(H1N1)-Virus aus der "Schweinegrippe"-Pandemie von 2009/2010. Daneben wird von den Virologen auch das "ältere" A(H3N2)-Virus nachgewiesen. Daneben gibt es offenbar auch Infektionen mit der zumeist "milderen" Influenza B.

Todesopfer

Die Influenza macht Kinder krank, Senioren sind bei sehr schweren Verläufen oft die Todesopfer. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat mit wissenschaftlichen Methoden berechnet, wie gefährlich die saisonale Influenza für die österreichische Bevölkerung ist. Dies erfolgte - roh ausgedrückt - durch den Vergleich der Sterblichkeitsdaten im Vergleich von Jahren mit bzw. ohne heftige Influenzaaktivität. Das Ergebnis: 2002/2003 gab es offenbar eine Übersterblichkeit durch die Viruserkrankung von fast 1.600 Toten (über 65 Jahre: rund 1.300), 2004/2005 eine von knapp 1.300 Todesopfern (über 65: etwas unter 1.200) und 2008/2009 eine Übersterblichkeit mit 1.100 Opfern (faktisch alle unter den über 65-Jährigen).

Laut vielen Experten eindeutiges Manko: In Österreich waren 2008/2009 nur 37 Prozent der Senioren, nur 24 Prozent der unter 65-Jährigen und nur 17 Prozent der Angehörigen der Gesundheitsberufe geimpft. Nach der Schweinegrippe-Pandemie (2009/2010) ging der Verkauf der Influenza-Vakzine in Österreich auf rund die Hälfte zurück.

Impfungen
Das Problem der mangelnden Impfungen bei den Angehörigen des Gesundheitswesens liegt darin, dass Infizierte einerseits Patienten anstecken, sie selbst aber für die Betreuung ausfallen. Das Problem gab es zum Beispiel aktuell auch in einer Wiener Hausarztpraxis - Ordinationshilfe ungeimpft und krank, der Betrieb konnte (ausgerechnet Anfang der Semesterferienwoche) nur schwer aufrechterhalten werden.

Die aktuelle Kurve der Infektionen in Wien zeigt jedenfalls noch immer steil nach oben. Das dürfte bedeuten, dass die Sache in diesem Jahr noch nicht wirklich überstanden ist. Während der Influenza-Welle kann von den Kassenärzten auch das Influenzamittel "Tamiflu" (Oseltamivir) verschrieben werden.
 

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