Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer

Studie

Frauen brauchen mehr Schlaf als Männer

Er springt morgens putzmunter und gut gelaunt aus dem Bett und startet fit in den Tag, während sie noch mindestens eine Stunde lang nicht wissen wo links und rechts ist? Könnte daran liegen, dass Frauen unter schlechtem oder zu wenig Schlaf mehr leiden als Männer. Laut einer Studie amerikanischer Psychologen an der Duke University in North Carolina brauchen wir Frauen nämlich mehr Schlaf, als die Herren der Schöpfung. Frauen, die nicht genügend Schlaf bekommen haben, wachten morgens schlechter gelaunt auf, als Männer.

2000 Männer und Frauen wurden zu ihrem Schlafverhalten befragt, das Resultat der Studie ergab außerdem, dass Frauen, die zu wenig schlafen, ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen und Depressionen haben. Männer hingegen halten deutlich mehr, auch mit wenig Schlaf, aus: jene Männer die weniger Schlaf bekamen zeigten kein erhöhtes Risiko für die genannten Erkrankungen. Der Grund dafür ist der Hormonhaushalt, für den wir Frauen mehr Schlaf brauchen, um ihn zu regulieren.

10 Mythen über den Schlaf: 1/10
Mythe 1 - Der Schlaf vor Mitternacht ist der Beste
Da ist überholt. Wichtig ist, dass der Schlaf in den ersten Stunden, wenn die Tiefschlafphasen am längsten sind, ungestört ist. Somit erholt sich der Körper am besten.    
 Mythe 2 - Langschläfer sind fauler als Frühaufsteher    Die Wissenschaft unterscheidet verschiedene Schlaftypen:
  • Frühe Schläfer
  • Spätschläfer
  Frühe Schläfer liegen deutlich früh im Bett, Spätschläfer würden am liebsten weit nach Mitternacht ins Bett gegen und bis in den Vormittag schlafen. Dementsprechend sind die frühen Schläfer in den frühen Morgenstunden leistungsfähiger. Schlafforscher regen deshalb seit längerem an, den Schulbeginn nach hinten zu verlegen.
Mythe 3 - Acht Stunden Schlaf Erwachsene schlafen im Schnitt sieben bis acht Stunden, doch manche kommen auch mit deutlich weniger Schlaf aus. Rein statistisch hat, wer regelmäßig rund sieben Stunden schläft, die höchste Lebenserwartung.
Mythe 4 - Lange schlafen ist gesund Schlafforscher haben herausgefunden, dass nicht nur zuwenig Schlaf ungesund ist, Übergewicht und Krankheiten begünstigen kann. Auch Menschen, die zu viel schlafen, haben ein höheres Risiko zu erkranken oder früher zu sterben.
Mythe 5 - Schlafunterbrechungen sind ungesund Es ist  normal in der Nacht rund ein bis zwei Dutzend Mal aufzuwachen. Die wachen Momente sind dann jedoch kurz, dauern nicht mal eine Minute und am nächsten Tag erinnert man sich oft nicht mehr daran.
Mythe 6 - Powernapping macht fit Hier kommt es auf die Länge an: Ein kurzes Nickerchen, maximal eine halbe Stunde, verbessern Konzentration und Leistungsfähigkeit. Ein längerer Mittagsschlaf ist dagegen eher kontraproduktiv. Im schlimmsten Fall führt er dazu, dass man nachts nicht mehr gut schläft und noch unausgeschlafener ist.
Mythe 7 -  Alkohol hilft beim Einschlafen Ein Glas Bier oder Wein am Abend entspannt. Und diese Entspannung soll auch das Einschlafen fördern. Doch das stimmt nicht, denn Alkohol stört die wichtigen REM-Phasen, in denen sich der Körper erholt. Besser als Schlummertrunk geeignet sind ein Glas warme Milch mit Honig oder ein beruhigender Tee.
Mythe 8 - Wer sich auspowert, schläft besser Schlafforscher raten dazu, regelmäßig Sport zu treiben. Doch spät abends sollte man seinen Kreislauf nicht mehr so stark ankurbeln. Ist der Körper kurz vor dem Schlafengehen, auf Hochtouren, schläft man schlechter ein.
Mythe 9 - Spätes Essen ist schlecht für den Schlaf Das ist eher eine Gewohnheitssache, so die Meinung von Schlafexperten. Schließlich wird im Mittelmeerraum oft spät abends gegessen. Allenfalls ein übermäßig üppiges Essen am späten Abend kann das Einschlafen erschweren.
Mythe 10 - Schlaf macht schön Wer gesund und attraktiv aussehen will, braucht ausreichend Schlaf. Schläft jemand zu wenig, spiegelt sich das in seinem Gesicht wieder: Beobachter stufen ihn dann als ungesünder, weniger attraktiv und müder ein.

Guter, langer Schlaf ist aber nicht nur für Haut und Psyche wichtig, sondern auch für die Beziehung – denn einer weiteren Studie zufolge sind Menschen die zu wenig Schlaf bekommen in einer Partnerschaft egoistischer.

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