Dauerstress im Job macht todunglücklich

Existenzangst

Dauerstress im Job macht todunglücklich

Jeder kennt die Tage, an denen man mal keine Lust hat, in die Arbeit zu gehen. Für viele ist dies leider immer öfter ein Dauerzustand. Eine Studie beweist nun, dass Stress in der Arbeit uns das Gefühl geben kann, dass unser Leben in Gefahr ist. Herkömmliche Reaktionen auf Gefahr, wie Herzrasen oder feuchte Hände treten nun immer häufiger in Stresssituationen am Arbeitsplatz auf. Der Grund dafür ist, dass heutzutage das Selbstwertgefühl und die Arbeitsleistung untrennbar miteinander verbunden sind.

Deadlines & Chefs stressen
Durch das ständige Gefühl sich kontinuierlich selbst übertreffen zu müssen, um sich selbst besser zu fühlen, entsteht immer mehr Druck. „Auch wenn Sie einen unangenehmen Chef haben, wird dieser kaum so weit gehen und ihnen den Kopf abreißen. Doch gefühlstechnisch ist Arbeit für viele immer mehr eine Frage von Leben und Tod“, so Psychologin und Doktorandin Malene Friis Andersen der Universität in Kopenhagen.In ihrem neuen Buch wirft sie Licht auf die Auswirkungen von Stress am Arbeitsplatz. Sie erklärt, dass des Öfteren auch die Arbeitgeber sich selbst dafür verantwortlich machen müssen, wenn sich ihre Angestellten überfordern. Deadlines und Chefs können unglaublich stressen. Im Zuge der Studie stellte die Expertin fest, dass Angestellte, an die vom Arbeitgeber höhere Anforderungen gestellt werden, beinahe ausschließlich unter extremen Stress leiden.

Weniger Stress macht glücklich
Mitarbeiter werden oft an bestimmten Leistungen gemessen. Daher werden die Parameter für Erfolg immer enger. Die Menschen sind oft selbst nicht mehr in der Lage ihren Einschätzungen bezüglich ihrer Angst zu vertrauen. „Es geht nicht darum 'nein' zum Chef zu sagen, sondern generelle Stressauslöser zu minimieren“, so Malene. „Stress stellt eine existenzielle Bedrohung dar. Wir müssen versuchen, ihn zu minimieren und so glücklich zu sein. Je mehr Stress man nämlich hat, desto schwieriger ist es diesen auch wieder loszuwerden.“

Was schnell gegen Stress hilft: 1/4
Aktiv sein. Radfahren, Tanzen oder Schwimmen: Bei Bewegung in gleichbleibendem Rhythmus werden Stress-Hormone besonders effektiv abgebaut und Glückshormone (Endorphine) ausgeschüttet (meist nach etwa 30 Minuten Aktivität)
Meet Friends. Nach der Arbeit gemeinsam mit Freunden den Tag ausklingen lassen: Je vertrauter Freunde sind, desto schneller sinkt der Anteil des Stresshormons Cortisol.
Stirn-Akkupressur Mit dem Mittelfinger die Stelle zwischen Ihren Augenbrauen ("das dritte Auge") mit kreisenden Bewegungen sanft etwa 90 Sekunden lang massieren. Bringt Sie schnell wieder in Balance - und hilft auch gut beim Einschlafen.
Tiefenatmung Zunächst ganz normal einatmen. Dann in einem Atemstrom gleichmäßig und kräftig ausatmen. Das Ganze fünf Mal wiederholen - und Sie fühlen sich wieder entspannt.

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