Das sollte sich der Hautarzt jetzt ansehen

Muttermale und Co.

Das sollte sich der Hautarzt jetzt ansehen

Nach dem grauen Winter ist die Sehnsucht nach der Sonne schon sehr groß, dennoch sollten Sie auch jetzt nicht auf den richtigen Schutz vergessen. Die Sonne kann ungeschützter Haut schwere Schäden zufügen. Die blasse Winterhaut ist jetzt besonders in Gefahr!

Gefährliche Frühlingssonne
Viele Sonnenhungrige unterschätzen die Kraft der Frühlingssonne. Nach dem Winter ist die Haut aber besonders empfindlich. Seien Sie also auch jetzt vorsichtig!

Hautschäden
Bräune sieht zwar gesund aus, ist sie aber nicht! UV-Licht dringt in die Haut ein und wird dort absorbiert. Die Lichtenergie führt zu Veränderungen im Zellstoffwechsel. Alle Effekte der UV-Strahlung - mit Ausnahme der Vitamin D-Produktion - sind Ausdruck eines fototoxischen Schadens. Auch die Bräune ist nur ein Schutz-Mechanismus: Es wird die Bildung von Pigment angeregt, das sich als Schutz gegen das Eindringen der UV-Strahlen in den Zellen ablagert. Wenn die Reperaturmechanismen wegen Überfoderung versagen, können UV-Schäden zu Hautkrebs führen.

Sind Muttermale und Altersflecken gefährlich?
Ob Ihre Muttermale und Altersflecken gefährlich sind, sollten Sie am besten von einem Facharzt überprüfen lassen. Mit einem einfachen Test können Sie selbst einen Muttermal-Check durchführen. Trotzdem sollten Sie regelmäßig zum Hautarzt gehen.

Sommersprossen und Altersflecken
Altersflecken und Sommersprossen entstehen überall dort, wo besonders viel Sonne hinkommt. Sie gehören zu den gutartigen Pigmentstörungen und treten vor allem am Handrücken und im Gesicht auf. Besonders hellheutige Menschen mit roten oder blonden Haaren bekommen Sie früher als andere. Wenn der Sommer vorbei ist verschwinden Sommersprossen wieder, Altersflecken bleiben.

Abstehende Muttermale
Wenn ein Muttermal erhaben ist, und stark hervorsteht, kann es im Alltag oft störend sein. Zum Beispiel am Rücken oder anderen Stellen, wo Kleidungstücke ständig reiben. Hier kann es durch die Reizung zu bösartigen Veränderungen und im Extremfall zu Hautkrebs kommen. Lassen Sie Ihre Muttermale regelmäßig von einem Hautarzt kontrollieren!

Woher kommen Muttermale?
Wenn ein Elternteil viele Muttermale hat, dann bekommen auch die Kinder viele. Aber auch Menschen, die in der Kindheit häufi in der Sonne waren, haben später viele Muttermale. Damit keine bösartigen Veränderungen entstehen, sollten Menschen mit dieser Veranlagung im Sommer mit hohem Lichtschutzfaktor vorbeugen und die  Mittagssonne meiden.

Mit einfachen vier Regeln Muttermale checken
Um möglichst früh Hautkrebs zu erkennen, soll folgendes beachtet werden. Muttermale können sich in Form, Farbe und Größe verändern. Deshalb sollten alle, die viele Muttermale haben regelmäßig beobachten, ob Veränderungen stattfinden. Mit diesem einfachen Test, können Sie selbst feststellen, ob sich Zellen aus dem Muttermal bösartig verändert haben. Ist lediglich ein Kriterium erfüllt, ist das zwar noch kein gefährliches Anzeichen, dennoch sollte der Hautarzt die betroffene Stelle regelmäßig kontrollieren. Sind mehrer Kriterien erfüllt, dann ist das ein Anzeichen für das Risiko an Hautkrebs zu erkranken und der Facharzt sollte dringend aufgesucht werden.

Gefährliche Muttermale? Das ist der ABCDE-Check 1/5
A - Asymmetrie Ist der Fleck nicht mehr regelmäßig in seiner Form – also gleichmäßig rund oder oval, sondern asymmetrisch?
B - Begrenzung Ist die Begrenzung vom Fleck zur normalen Haut hin unregelmäßig, verwaschen, ausgefranst?
C - Colour Hat der Fleck verschiedene Farbtöne statt des normalen gleichmäßigen Brauntons?
D - Durchmesser Ist der Fleck größer als fünf Millimeter?
E - Erhabenheit Ist das Muttermal erhaben und ragt mehr als einen Millimeter über die Hautfläche hinaus?

Welche Muttermale sollten entfernt werden?
- Angeborene Muttermale, die eine bestimmte Größe überschreiten.

- Erworbene Muttermale, wenn ein Verdacht auf bevorstehende Umwandlung in ein Melanom besteht und solche, die häufig mechanischen Irritationen ausgesetzt sind (Fußsohlen, Hosenbund, BH).

- Alle atypischen Muttermale.

Die wichtigsten Infos über Hautkrebs: 1/5
Gutartige Hauttumoren Leberfleck, Feuermal und Blutschwamm fallen darunter. Sie haben nur aus kosmetischen Gründen und wegen ihrer Ähnlichkeit zu bösartigen Tumoren Bedeutung.
Basaliom Wird auch Basalzellkarzinom genannt. Tritt zu über 80% im Gesicht auf und meist erst nach dem 50. Lebensjahr. Kleine, hautfarbene Verhärtungen treten auf, die immer wieder auf der selben Stelle auftreten und einfach nich heilen wollen. Knötchen nehmen eine derbe Konsistenz an, sinken im Zentrum ein und haben einen perlartig aufgeworfenen Rand. Unbehandelt zerstört das Basaliom angrenzende Knochen und Weichteile. Da der Tumor keine Metastasen streut, wird er als semimaligen bezeichnet.
Spinaliom Wird auch spinozelluläres Karzinom genannt. Es tritt seltener als das Basaliom auf und hauptsächlich auf Gesicht, Kopf und Handrücken. Erst entsteht ein kleiner, schmerzloser Knoten, der schnell wächst und das umliegende Gewebe und Knochen vernichtet.
Schwarzer Hautkrebs Das maligne Melanom ist die gefürchtetste Form und sorgt für die meisten Todesfälle durch Hautkrebs. Melaninbildende Zellen entarten und bilden den aggressiven Krebs. Melanome werden rasch größer und bilden Metastasen in Lymphknoten und inneren Organen.
Malignes Melanom erkennen Mit der ABCD-Regel werden Hautveränderungen definiert:
  • Asymmetrie des Herdes
  • Begrenzung unscharf
  • Coloration: Unterschiedliche Farbnuancen – hellbraun, rötlich, weiß, dunkle und schwarze Anteile
  • Durchmesser größer als 5 mm

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