Burnout: So ziehen Sie die Notbremse!

Rechtzeitig reagieren

Burnout: So ziehen Sie die Notbremse!

54 Prozent der Führungskräfte haben bereits Erfahrungen mit von einem Burnout heimgesuchten Mitarbeitern gemacht - zumindest wenn man einer Studie für Österreich, Deutschland und der Schweiz unter 300 Führungskräften des Hernstein Instituts für Management und Leadership glaubt. Maßnahmen zur Burnout-Prävention gibt es demnach in Österreich aber nur bei 46 Prozent der Unternehmen ab 100 Mitarbeitern. Laut dem Institut gebe es Handlungsbedarf.

Ausgepowert!
Immer mehr Menschen fühlen sich ausgebrannt! Stress am Arbeitsplatz, Unzufriedenheit im Privatleben: Wer nicht rechtzeitig die Notbremse zieht, steckt in der Burnout-Falle und diese endet mit dem totalen Zusammenbruch. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Sie die Warnsignale so früh wie möglich erkennen und ernst nehmen.

Warnsignale ernst nehmen
Burnout äußert sich in Lustlosigkeit, mangelndem Interesse am Beruf oder Aufgabenbereich, permanenter Müdigkeit und in unterschiedlichsten körperlichen Beschwerden. Burnout ist ein geistiger, körperlicher und seelischer Erschöpfungszustand, der sich über ein paar Wochen, bisweilen auch über Jahre hinziehen kann.

Burnout: Das sind die Warnsignale 1/17
1. Sie fühlen sich dem Druck am Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen
2. Sie sind in der Arbeit ständig gereizt
3. Der Job wird immer mehr zum "Lebensinhalt"
4. Sie fühlen sich schon am Morgen schlapp
5. Sie schlafen schlecht und Ihre Gedanken drehen sich um unerledigte Arbeit
6. Sie brechen soziale Kontakte ab, weil sie ihnen zu anstrengend sind.
7. Sie sind privat gereizt und haben Ehe- und Familienprobleme
8. Sie sind sehr gerne für sich, auch privat
9. Sie haben das Gefühl von Hilflosigkeit
10. Sie sind ungeduldig und emotional nicht mehr belastbar.
11. Sie fühlen sich erschöpft und antriebslos
12. Sie haben Probleme Entscheidungen zu treffen
13. Sie haben Konzentrationsprobleme
14. Kleinste Veränderungen empfinden Sie als zusätzliche Belastung
15. Sie brauchen mehr Kaffee, Nikotin, Alkohol, Medikamente,... um Ihre Leistung erbringen zu können.
16. Sie leiden ständig an Erkältungen, haben Magen-Darm-Beschwerden oder Nacken- und Rückenschmerzen
17. Chronische Müdigkeit und Erschöpfung

Wenn Sie 5 oder mehr Warnsignale bei sich selbst erkannt haben, sollten Sie sich rasch professionelle Hilfe holen. Wird das Burnout-Syndrom rechtzeig erkannt, kann eine kurze Erholungsphase helfen.

Die 8 Schlüssel aus der Burnout-Falle: 1/8
Schlüssel 1 – Innehalten – zu sich kommen, sich spürend tiefer wahrnehmen Bei sich selbst ankommen und sich in Ruhe äußerlich wahrzunehmen. Der Kopf wird frei und Sie erhalten Abstand zum „Nonstop-Tun“, dem größten Energiekiller. Tipp: Bewusst alle eineinhalb Stunden Momente gönnen, um Ihre Arbeit zu unterbrechen und die Energie zu halten. In schwierigen Gesprächen einen Moment schweigen und Ihre Aufmerksamkeit zu sich lenken.
Schlüssel 2 – Sich freundlich-fürsorglich selbst beobachten im Tun Treten Sie bewusst einen Schritt zurück, um sich aus der Beobachterrolle zu beobachten. Aus dem Abstand der Beobachterposition lassen wir uns nicht so leicht von Unangenehmem beherrschen. Tipp: Erkundende Haltung einnehmen, das heißt beobachten statt bewerten. Allem erlauben, da zu sein.
Schlüssel 3 – Sich mit FreiRaum wirksam entlasten Die schnellst und einfachste FreiRaum-Übung ist die „Entlastungsatmung“: Atmen Sie durch die Nase ein und durch den halb geschlossenen Mund aus. Beobachten Sie den Strom Ihrer Atmung und sagen Sie sich innerlich: „Beim Einatmen nehme ich positive Lebensenergie auf, beim Ausatmen lasse ich alle Anspannung von mir hinaus fließen.“
Schlüssel 4 – Allem erlauben, da zu sein – das Veränderungspotenzial der Akzeptanz Negative Gedanken um einen PC-Absturz ziehen Energie ab. Bekämpfen wir unliebsame Energie, wird benötigte abgezogen, weil wir uns darauf konzentrieren. Tipp: Erlauben Sie den Dingen die Sie Aufhalten, etwa der PC-Absturz, da zu sein.
Schlüssel 5 – Den Fokus lenken auf das, was stärkt und einer Lösung näherbringt Aufmerksamkeit gezielt lenken: Beim Auftauchen eine Stolperfalle in Ruhe hinschauen und erkunden, wo es am leichtesten und sichersten langgeht. So können Sie Ihren Fokus gezielt lenken.
Schlüssel 6 – Mit Mini-Focusing innere Klarheit gewinnen Mit Mini-Focusing innehalten und und die stimmigen Schritte aus dem inneren Kompass kommen lassen. Das entlastet körperlich, fühlt sich gut an und bringt auch innerliche Klarheit. So befragen Sie Ihren inneren Kompass: Richten Sie gezielte Fragen an Ihr Inneres. Wie kann ich es mir leichter machen? Wie kann ich mich entlasten? Was stärkt mich jetzt? Was täte mir jetzt gut? Was könnte ein kleiner, guter Schritt sein?
Schlüssel 7 – Anders arbeiten – ressourcenschonend und –aktivierend zugleich Augenmerk liegt am Tempo. Arbeiten Sie in der für Sie geeigneten Arbeitsweise? Der Kopf will mehr als der Körper kann. Schaffen Sie in Ihrem Terminkalender „luftige“ FreiRäume und starten Sie so auch in den Tag. Lernen Sie leichter, produktiver und freudvoller arbeiten.
Schlüssel 8 – Rhythmisieren – die Kraft des gesunden Wechsels Zusammen mit Schlüssel 1 sich kleine, wirksame Erholungsinseln und wohltuende Abwechslung schaffen, produktiver und energievoller arbeiten und mental, emotional, körperlich und sozial fit bleiben. Durch Beobachtung des inneren Rhythmus auf die Takt-Signale des Körpers achten.

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