70 Prozent leiden unter Zahnproblem

Österreich

70 Prozent leiden unter Zahnproblem

38 Prozent der Österreicher plagt Karies, jeder Dritte hat Zahnfleischprobleme und gut ein Viertel leidet an schmerzempfindlichen Zähnen, zeigt eine Untersuchung im Rahmen der Initiative "Monat der Mundgesundheit!". Das Motto "Österreich wird kariesfrei" bleibt in weiter Ferne, zeigte sich am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Wien. Aufklärung und Bewusstsein sind bis dato nicht in allen Bevölkerungsschichten angekommen.

Mundgesundheit
Die aktuelle Studie unter 500 Österreichern im Auftrag von Colgate zeigt Nachholbedarf in Sachen Aufklärung und Umsetzung: Neun von zehn fühlen sich gut informiert und beraten - sieben von zehn klagen allerdings über Zahnprobleme. Risiken und frühe Indikatoren werden oft bagatellisiert und übersehen. Sie können Vorboten der Zahnfleischerkrankungen Gingivitis und Parodontitis darstellen. Beim Putzen und den Arztbesuchen gibt es durchaus Fortschritte. 92 Prozent der Zahnärzte meinten etwa, das Bewusstsein für Mundgesundheit habe sich verbessert. Neun von zehn absolvieren einmal pro Jahr eine Vorsorgeuntersuchung, 28 Prozent setzen auf professionelle Zahnreinigung. 13 Prozent verzichten allerdings komplett auf Vorsorge.

Zahnfleisch-Probleme
Fast jeder Dritte klagt über blutendes Zahnfleisch, knapp jeder Fünfte bemerkt Zahnfleischschwund oder Mundgeruch, und einer von zehn beobachtet eine Schwellung des Zahnfleisches oder eine Lockerung der Zähne, hieß es. Neben Fortschritten bestehe durchaus weiterhin Handlungsbedarf in einigen Punkten. Die Mundgesundheit soll in die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen mit aufgenommen werden, forderte der Prophylaxeexperte Wolfgang Kopp, Zahnarzt in Tirol, nachdrücklich. Erkrankungen im Mundbereich können durchaus gravierende Auswirkungen auf den Gesamtorganismus haben. So besteht etwa ein Zusammenhang zwischen Parodontitis und Hirnschlag, Herzinfarkt, Diabetes und Frühgeburt.

Frauen, jüngere Menschen und jene mit höherer Bildung schneiden besser ab als der Rest. "Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung" ist laut Kopp zentral. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Pflege der Milchzähne. Jedes zweite Kind leidet hierzulande bereits mit sechs Jahren an Karies, was meist durchaus vermeidbar wäre und oft lebenslang negative Auswirkungen mit sich bringt.
 

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